Sogar Strache gratuliert Wurst auf Facebook

Song Contest

Sogar Strache gratuliert Wurst auf Facebook

Auch die FPÖ gratuliert Song Contest-Gewinner Conchita Wurst. Im Vorfeld hatte sich FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache noch kritisch geäußert, via Facebook gratulierte Strache jetzt aber zum Erfolg. "Bei aller Unterschiedlichkeit von Auffassungen, die Menschen im Hinblick auf "Kunstfiguren" wie Conchita Wurst durchaus berechtigt haben können: Ich gratuliere Tom Neuwirth alias Conchita Wurst zur künstlerischen Leistung und zum Sieg beim diesjährigen Song Contest!"

FPÖ-EU-Spitzenkandidat Harald Vilimsky ließ sich zuvor in der ORF-"Pressestunde" auch nicht zu Begeisterungsstürmen hinreißen. "Aus meiner Sicht ist das in Ordnung, wenn da jemand gewinnt und sich die Leute freuen", war noch die positivste Reaktion.

Politiker gratulieren Conchita 1/6

Bundespräsident Heinz Fischer

"Ich gratuliere Conchita Wurst zum Sieg beim ESC. Das ist nicht nur ein Sieg für Österreich, sondern vor allem für Vielfalt und Toleranz in Europa. Dass sie ihren Sieg all jenen widmete, die an eine Zukunft in Frieden und Freiheit glauben, macht ihn doppelt wertvoll. Ein schöner Tag für Österreich!"

Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ)

"Conchita Wurst hat mit großer Stimme und beeindruckender Performance die Zuseherinnen und Zuseher überzeugt."

Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP)

"Österreich ist stolz und freut sich mit Thomas Neuwirth über die große europäische Anerkennung."

Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ)

"Ich freue mich auf den Song Contest 2015 in Österreich. Der erste Platz für Österreich beim Eurovision Song Contest ist der große Sieg von Conchita Wurst, aber auch ein Sieg Europas in Toleranz und Respekt."

Eva Glawischnig (Grünen)

"Ich gratuliere Conchita zur hervorragenden musikalischen Leistung und Performance und zum Mut, einen anderen Lebensentwurf gewählt zu haben, allen Anfeindungen zum Trotz."

Gerald Grosz (BZÖ)

"Tom Neuwirth hat mit seiner Kunstfigur nicht nur ein starkes Zeichen der Toleranz gesetzt, sondern auch Österreich einen längst vergessenen Stellenwert beim Eurovision Song Contest beschert."
  

Einmal mehr kritisierte er am Sonntag, dass der ORF die Österreich-Vertreterin ohne Voting "bestimmt" und damit "das Publikum ausgeblendet" habe. Er persönlich sei eher Fan von Udo Jürgens, weil der deutsch singe. Dass die meisten Song Contest-Teilnehmer heutzutage englisch sängen, sei "so uniform".

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