Jose Carreras singt am Opernball

Der Ball der Bälle

Jose Carreras singt am Opernball

Die EURO 2008 wird auch dem 52. Wiener Opernball ihren Stempel aufdrücken. Nicht nur bei der Eröffnung wird dem sportlichen Großereignis mit einem eigens kreierten "Fußballett" Tribut gezollt, auch die Liste der prominenten Besucher wird vom runden Leder dominiert. Stargast des Abends wird Jose Carreras sein, der Kanzonen singen wird. "Das hat zwei musikalische Gründe: erstens, weil er der Carreras ist und zweitens, weil er ein passionierter Fußballanhänger ist", sagte Operndirektor Ioan Holender heute, Donnerstag, bei der traditionellen Pressekonferenz im Sangeshaus. Ein weiterer "Besucher": Der begehrte Siegerpokal der EURO wird prominent auf der Feststiege platziert.

Hochkarätige Gästeliste
Neben Carreras werden der deutsche "Fußballkaiser" Franz Beckenbauer, der Trainer der EURO-Titelverteidiger aus Griechenland, Otto Rehhagel, der ehemalige Mittelfeldregisseur Hansi Müller, die türkische Stürmerlegende Hakan Sükür und der Schweizer Torjäger Stephan Chapuisat erwartet. Ebenfalls zugesagt hat der oftmalige Weltmeister und Olympiasieger im Tischtennis Jan-Ove Waldner aus der Schweiz. Die griechische Sängerin Nana Mouskuri und Opernstar Anna Netrebko geben dem Fest den nötigen Diven-Charakter. Auf Einladung des Bundeskanzleramtes kommt auch der Schweizer Bundespräsident Pascal Couchepin. Neo-Organisatorin Desiree Treichl-Stürgkh schloss zudem nicht aus, dass noch weitere bekannte Persönlichkeiten am 31. Jänner auftauchen könnten.

Lugner-Gast irrelevant
Für den Gast von Richard Lugner - Dita von Teese - hatte Holender, seit der Pressekonferenz "Botschafter der Leidenschaft" für die EURO, hingegen wie gewohnt wieder nur Häme übrig. "Das ist so irrelevant, dass ich mich nicht damit beschäftige", kanzelte Holender entsprechende Fragen ab. Der Gast von Richard Lugner sei für den Opernball eben so wenig repräsentativ "wie die Dinge, die eine gewisse Frau Susanne Winter von sich gibt" für die Republik Österreich, meinte der Opernchef. Treichl-Stürgkh wollte als Organisatorin die Gäste nicht kommentieren, aber als Privatperson fände sie Dita von Teese "kultig", sie sei "eine schöne Frau".

Erstmals Red Carpet
Für die Opernballbesucher wird der Ball einige Neuerungen aufweisen: Die Gäste werden erstmals von einem Eingangszelt aus über einen "Red Carpet" in das Sangeshaus schreiten, die Loggia wird zu einer "Rosa Bar" samt eigens kreiertem pinken Hibiskus-Hochriegl-Drink umgebaut und Raucher können in der Davidoff-Lounge und in der Oval-Vodka-Bar in stilvoller Art und Weise ihrem Laster frönen. Auch die Fächer wurden abgeschafft, stattdessen gibt es nun "Zoomer", mit denen man "den Gästen in die Nasenlöcher schauen kann", meinte Treichl-Stürgkh.

Neu ist auch die traute Harmonie, die zwischen dem Opernballdirektor und den Organisatoren herrscht. Zwar konnte sich Holender erneut Spitzen gegen den Ball nicht verkneifen ("Ich würde um 230 Euro nicht hingehen"), doch würdigte er trotzdem immer wieder die Arbeit von Treichl-Stürgkh.

Restlos ausverkauft
gal, ob der Opernchef den Ball nun mag oder nicht, ein Geschäft wird die restlos ausverkaufte Veranstaltung wiederum sein. Vergangenes Jahr nahm die Oper netto 1,1 Millionen Euro ein. Für heuer rechnete "Opernball-Generalsekretärin" Eva Dintsis mit etwa dem selben Ergebnis.

Der ORF wird erneut mit großem Aufwand den Ball covern. ORF 2 steht am 31. Jänner ab 20.15 Uhr ganz im Zeichen des Festes. Moderiert wird er heuer von Barbara Rett, Claudia Stöckl und Alfons Haider. Bis auf Haider waren auch alle bei der Pressekonferenz anwesend. "Wahrscheinlich ist er auf einer Schönheitskur", ätzte Holender.

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