Regierung
Ampel vor Einigung bei Wehrpflicht: Modell 6 plus 3
Im Streit um die Wehrpflicht-Verlängerung könnte sich ein Ausweg auftun. Wie oe24 bestätigt wurde, geht es in Richtung jenes Vorschlags, den die SPÖ zuletzt in die Debatte geworfen hatte.
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Die Roten hatten vorgeschlagen, quasi zum alten Modell zurückzukehren, das galt, bevor der seinerzeitige Verteidigungsminister Günther Platter die zweimonatigen Waffenübungen abgeschafft hatte.
Wie heute dauerte der Wehrdienst damals 6 Monate. Doch wurden 2 Monate Waffenübungen entweder gleich angehängt oder eben später abgeleistet.
Zur alten Regelung will man bei der ÖVP zwar nicht zurückkehren, Kanzler Christian Stocker kann sich aber sehr wohl vorstellen, vom favorisierten Expertenmodell 8 Monate plus 2 Monate Waffenübungen abzugehen. Denn in dem Papier der Wehrdienst-Kommission ist ebenfalls ein 6-Monate-Modell empfohlen, allerdings mit 3 (und nicht 2) Monaten intensiveren Milizübungsausbildung direkt im Anschluss oder in komprimierten Phasen.
Inoffizielle Ansage in der ÖVP: 3 Monate sind von 2 Monaten nicht so weit entfernt.
Die SPÖ scheint in der Debatte ohnehin nicht das größte Problem zu sein, sondern die NEOS. Sie haben nach längerem Schweigen Mitte Juni ein Freiwilligenmodell auf den Tisch gelegt, das in Richtung Berufsheer geht, und sich damit von den beiden anderen Parteien noch weiter entfernt. Koalitionsintern sah man das zwar eher als Rückzugsgefecht, ob sich die NEOS aber auf 6+3 einlassen, ist noch ungewiss.
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