Insolvenz
Aus für Crazy Cheese: Käse-Kette ist pleite
Die Crazy Cheese Manufacture Holding GmbH sowie ihre 100-prozentige Tochter MRL Crazy Cheese Manufacture W GmbH haben beim Landesgericht Graz Insolvenz beantragt. Das berichtet der KSV 1870. Eine Fortführung des Unternehmens ist nicht vorgesehen. Betroffen sind auch die bekannten Käse-Shops, die unter anderem in der Shopping City Süd und der PlusCity vertreten waren.
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Alle Filialen geschlossen
Crazy Cheese machte mit exklusiven Käsesorten und Feinkostprodukten auf sich aufmerksam und bezeichnete sich selbst als den "wohl exklusivsten Käse-Store der Welt". Nun ist endgültig Schluss: Alle Geschäfte haben bereits ihre Türen geschlossen.
Laut KSV belaufen sich die Aktiva der beiden Gesellschaften auf rund 32.000 Euro, den Verbindlichkeiten von insgesamt rund 358.000 Euro stehen mehr als 30 Gläubiger gegenüber. Mitarbeiter sind keine mehr beschäftigt.
"Käse-Millionär" aus dem TV
Geschäftsführer Roland Ludomirska wurde durch seine medienwirksamen Auftritte bekannt und war mehrfach im Reality-TV zu sehen. Dort inszenierte er sich als Luxus-Unternehmer und erhielt den Spitznamen "Käse-Millionär". Auch in den sozialen Medien war das Unternehmen mit rund 74.000 Facebook-Followern präsent.
Lockdowns und Kaufkraft als Gründe
Als Hauptursachen für die Insolvenz nennt das Unternehmen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie. Im Jahr 2020 investierte Crazy Cheese in sieben neue Standorte – kurz darauf folgten Lockdowns, Betriebsschließungen und massive Umsatzeinbrüche.
Zwar wurden in den vergangenen Jahren Sanierungsmaßnahmen, Zahlungsvereinbarungen mit Gläubigern und persönliche Haftungsübernahmen eingeleitet, doch sie reichten nicht aus. Laut Konkursantrag verschärfte ein weiterer Umsatzrückgang infolge der sinkenden Kaufkraft im Jahr 2026 die Lage endgültig. Die Sanierungsbemühungen scheiterten – das Unternehmen wird nicht weitergeführt.
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