Wichtiger Lostag
Bauernregel: DIESER Tag bestimmt das ganze Jahr
Kann ein einziger Tag tatsächlich über den Verlauf eines ganzen Jahres entscheiden? Glaubt man einer alten Bauernregel, dann kommt dem 15. Juni eine ganz besondere Bedeutung zu. Der Tag des heiligen Veit gilt seit Jahrhunderten als sogenannter Lostag – also als Datum, an dem sich nach altem Volksglauben wichtige Hinweise auf das Wetter und die Ernte der kommenden Monate ablesen lassen.
Die wichtigsten Regeln
Besonders bekannt ist die Regel: "Ist zu Sankt Veit der Himmel klar, dann gibt"s gewiss ein gutes Jahr." Ursprünglich bezog sich die Weisheit vor allem auf die Landwirtschaft. Ein sonniger und stabiler Tag Mitte Juni galt als Zeichen für gute Wachstumsbedingungen und eine erfolgreiche Ernte.
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Für das Jahr 2026 könnte die Regel durchaus Anlass zu Optimismus geben. Die Wetterprognosen sagen für weite Teile Österreichs freundliches Wetter mit viel Sonnenschein und nur wenigen Wolken voraus. Wer den alten Bauernregeln Glauben schenken möchte, darf daher auf ein "gutes Jahr" hoffen.
Der 15. Juni spielte im bäuerlichen Kalender schon immer eine wichtige Rolle. Zahlreiche weitere Wetterregeln ranken sich um den sogenannten Vitustag. So heißt es etwa: "Das Wasser an St. Vit verträgt die späte Gerste nit." Dahinter steckt die Beobachtung, dass anhaltender Regen in dieser Phase die Entwicklung der Getreidebestände beeinträchtigen kann. Eine andere Regel besagt dagegen: "Wenn es an Vitus regnet, dann regnet es Pilze." Feuchte Witterung wurde also nicht ausschließlich negativ bewertet.
Auch für Winzer hielt der Lostag eine Vorhersage bereit: "Ist der Wein abgeblüht auf St. Vit, so bringt er ein schönes Weinjahr mit." Solche Regeln zeigen, wie eng das Leben früher mit Wetterbeobachtungen und den Erträgen der Natur verbunden war.
Siebenschläfertag
Meteorologen betrachten Bauernregeln allerdings mit Vorsicht. Die meisten dieser Sprichwörter beruhen auf jahrhundertelangen Erfahrungen, sind wissenschaftlich aber kaum belegbar. Hinzu kommt, dass sich durch den Klimawandel viele Wetterabläufe verändert haben und historische Beobachtungen heute oft nicht mehr zuverlässig gelten.
Deutlich mehr Aufmerksamkeit schenken Wetterexperten deshalb dem bevorstehenden Siebenschläfertag am 27. Juni. Hinter dieser bekannten Bauernregel steckt tatsächlich ein meteorologischer Zusammenhang: Bestimmte Großwetterlagen können sich Ende Juni über mehrere Wochen hinweg festsetzen und damit den Charakter des Sommers prägen.
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