Grossübung

Bundesheer übt Ernstfall in Buckliger Welt

Zwei Soldaten in Tarnuniform verstecken sich mit Maschinengewehr hinter einem Baum im Gras.
© ORF
Österreichs Bundesheer probt derzeit den Ernstfall – und das in bisher ungekanntem Ausmaß.
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Grossübung. Rund 1.600 Soldatinnen und Soldaten nehmen an der Übung „Wechselland 26" teil – der derzeit größten Heeresübung in Österreich. Schauplatz ist die Bucklige Welt in Niederösterreich, wo noch bis zum Wochenende unter realistischen Bedingungen trainiert wird. Die Theresianische Militärakademie und die 6. Gebirgsbrigade führen die Übung gemeinsam durch.

International. Neben heimischen Truppen sind auch 25 Soldaten des italienischen Heeres, 24 Schweizer Offiziersanwärter sowie Teilnehmer aus Bosnien-Herzegowina und Montenegro dabei. Insgesamt rollen rund 250 Räderfahrzeuge, mehrere Panzer, zwei Hubschrauber und ein Flugzeug durch das Gelände.

Ein Soldat kauert hinter Sandsäcken und zielt mit seinem Gewehr eine leere Straße entlang.
Im Straßenkampf. © ORF

Politische Debatte befeuert

Mitten im Ort. In Schwarzenbach (Bezirk Wr. Neustadt) wurde am Montag sogar im Ortsgebiet geübt – mit Spezialfahrzeugen für gebirgiges Terrain. Das Szenario: Akademie-Absolventen sollten den Ort einnehmen, verteidigt von italienischen Gebirgsjägern. Für Anrainer in mehreren Gemeinden ist die Übung teils bis in Vorgärten spürbar.

Wehrdienst. Die Übung befeuert auch die politische Debatte: Für großangelegte Verbands-Übungen fehlt beim aktuellen Grundwehrdienst schlicht die Zeit. Verteidigungsministerin Tanner (ÖVP) erwartet noch vor dem Sommer eine Einigung zur Heeresreform.

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