St. Pölten

Illegale Deponie: Jetzt wird geräumt

Radlader lädt Müll aus einem LKW auf einer großen Mülldeponie ab.
© ORF
Was jahrelang unter der Erde schlummerte, kommt jetzt ans Licht: Auf der Deponie "Am Ziegelofen" in St. Pölten hat die Sanierung begonnen – und die wahren Dimensionen werden sichtbar.
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15.000 Quadratmeter kontaminierte Fläche müssen unter strenger behördlicher Aufsicht geräumt werden. Der Grund: mutmaßlich illegal deponierter Müll, der dort offenbar über Jahre unbemerkt bleiben sollte.

Die Deponie "Am Ziegelofen" war 2019 von der Stadt St. Pölten an einen neuen Eigentümer übergegangen. Danach war die Geruchsbelästigung auffällig gestiegen. Im Dezember 2024 hatte die Umweltorganisation Greenpeace das Land auf mögliche illegale Müllablagerungen aufmerksam gemacht.

Die betroffene Firma bezeichnet die Vorwürfe damals als "haltlos und spekulativ". Es kam zu 25 Probeschürfungen, bei 23 gab es laut Land Niederösterreich Beanstandungen. Danach war die Deponie behördlich geschlossen worden. Im Sommer 2025 wurde schließlich eine Sanierung angeordnet.

Verbotener Müll, jahrelang unentdeckt

Seit 17 Jahren ist es in Österreich verboten, unbehandelten Hausmüll einfach zu deponieren. Doch genau das dürfte in St. Pölten passiert sein – mutmaßlich jahrelang, mitten im Land, offenbar unbemerkt von der Öffentlichkeit. Erst massive Geruchsbelästigung und der hartnäckige Einsatz von Umweltschützern brachten die Sache ins Rollen.

Jahrelang vergraben, jetzt aufgedeckt

Seit Mai wurden bereits mehrere tausend Tonnen Abfall ausgehoben, wie das Amt der Landesregierung gegenüber noe.ORF.at bestätigt. Das Material wandert nun zur Nachbehandlung in die vor Ort befindliche Anlage – ein aufwendiges und langwieriges Verfahren, das laut Land erst 2029 abgeschlossen sein soll. Bis dahin wacht eine ständige Deponieaufsicht vor Ort, wöchentlich kontrolliert zusätzlich die technische Abfallaufsicht des Landes.

Greenpeace deckte auf, Behörde schaltete sich ein

Brisant: Die Deponie ging 2019 von der Stadt St. Pölten an einen neuen Eigentümer über – und schon bald danach häuften sich Beschwerden über auffällige Geruchsbelästigung in der Umgebung. Erst im Dezember 2024 machte die Umweltorganisation Greenpeace das Land auf die möglichen illegalen Ablagerungen aufmerksam. Das Ergebnis der darauffolgenden Untersuchung ist alarmierend: Bei 23 von 25 Probeschürfungen gab es Beanstandungen. Die Deponie wurde daraufhin behördlich geschlossen, im Sommer 2025 schließlich die Sanierung angeordnet.

Die betroffene Firma weist die Vorwürfe bis heute als "haltlos und spekulativ" zurück. Parallel zur laufenden Sanierung läuft inzwischen auch ein gerichtliches Strafverfahren gegen den Betreiber.

Fazit: Ein Skandal, der Niederösterreich noch Jahre beschäftigen dürfte – während die Bagger rollen, bleibt die Frage offen, wie viel Müll tatsächlich illegal in St. Pöltner Boden verschwand und wer dafür letztlich zur Verantwortung gezogen wird.

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