Auf Trauminsel

Ceuta-Krise: Spanien-Premier macht lieber Luxus-Urlaub

Ein Mann hält eine Pressekonferenz, im Hintergrund sind Flaggen zu sehen.
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Nach einem Blitzbesuch in Ceuta flog Pedro Sánchez mit dem Privatjet auf Urlaub.
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Mitten in der anhaltenden Migrationskrise in der spanischen Exklave Ceuta sorgt Ministerpräsident Pedro Sánchez für Kritik. Der Regierungschef verbringt gemeinsam mit seiner Familie einen dreiwöchigen Sommerurlaub auf der Kanareninsel Lanzarote. Wie spanische Medien berichten, hält er sich erneut in der Staatsresidenz "La Mareta" in Costa Teguise auf.

Für zusätzlichen Unmut sorgte ein Instagram-Beitrag, den Sánchez kurz nach seiner Ankunft veröffentlichte. Darin präsentierte er gut gelaunt seine Sommer-Playlist mit Songs unter anderem von Madonna und den Rolling Stones. Opposition und zahlreiche Nutzer in den sozialen Netzwerken werfen ihm vor, angesichts der angespannten Lage die falschen Prioritäten zu setzen.

Besonders scharf äußerte sich die konservative Oppositionspolitikerin Carmen Fúnez. "Während Ceuta leidet, macht Sánchez Urlaub. Es gibt nichts Grausameres, als die Realität zu leugnen", erklärte sie.

Lage bleibt angespannt

Die Lage in Ceuta bleibt weiterhin angespannt. Nach dem Ansturm von zeitweise bis zu 60.000 Migranten in der vergangenen Woche halten sich Berichten zufolge noch immer mehrere Tausend Menschen in der spanischen Exklave auf. Die Behörden arbeiten weiter an der Unterbringung und Rückführung der Migranten sowie an der Suche nach weiteren Todesopfern. Nach Angaben des Innenministeriums wurden bislang 72 Leichen geborgen. Unter den Migranten befinden sich zudem zahlreiche unbegleitete Minderjährige.

Viele junge Migranten sitzen auf einer Straße in Ceuta, einige unterhalten sich, andere ruhen sich aus.
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Auch auf europäischer Ebene wächst der Druck auf die spanische Regierung. Die EU-Innenminister beraten am Dienstag über die Folgen der Krise und mögliche Maßnahmen zum besseren Schutz der Außengrenzen. EVP-Chef Manfred Weber forderte Madrid im Vorfeld zu einem Kurswechsel in der Migrationspolitik auf und warf der Regierung vor, mit ihrer bisherigen Linie zur Eskalation beigetragen zu haben.

Viele Menschen sitzen und stehen dicht gedrängt an einem Strand nahe dem Wasser in Ceuta, Spanien.
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Spaniens Regierung weist die Vorwürfe zurück. Sie betont, keine Geheimdienstinformationen erhalten zu haben, die auf einen Grenzansturm dieses Ausmaßes hingedeutet hätten. Dennoch steht Sánchez angesichts der Ereignisse in Ceuta innenpolitisch zunehmend unter Druck.

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