RTL-Interview

Collien Fernandes spricht über ihre Tochter: "Habe kein Familienleben mehr"

© Getty Images
Collien Fernandes hat ihre 14-jährige Tochter seit Wochen nicht gesehen. Im emotionalen RTL-Interview erzählt die Schauspielerin, wie sehr sie der Kontaktabbruch trifft – und reagiert auf Aussagen des ehemaligen Kindermädchens der Familie.
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Es ist wohl die schmerzhafteste Folge der Auseinandersetzung mit ihrem Ex-Mann Christian Ulmen: Collien Fernandes (44) hat ihre gemeinsame 14-jährige Tochter seit Wochen nicht mehr gesehen.

Im Interview mit RTL-Moderatorin Frauke Ludowig (62) spricht die Schauspielerin jetzt offen darüber, wie sehr sie der Kontaktabbruch belastet. Die Situation fühle sich für sie "wahnsinnig brutal an".

"Ich habe das Gefühl, dass einem irgendwie so alles genommen wird", sagt Fernandes. Besonders emotional wird sie, als sie über das Leben spricht, das sie sich eigentlich für sich und ihre Tochter vorgestellt hatte: "Ich wollte irgendwie ein Familienleben und jetzt habe ich kein Familienleben mehr und dann wird mir noch so ein Schuld-Rucksack umgeschnallt."

Collien: Nach diesem Gespräch brach ihre Tochter den Kontakt ab

Bereits kurz vor der Ausstrahlung des RTL-Interviews hatte Fernandes auf Instagram ein langes Statement veröffentlicht. Darin machte sie erstmals öffentlich, dass ihre Tochter derzeit keinen Kontakt zu ihr habe.

"Es gab ein Gespräch, das Christian mit unserer Tochter führte, woraufhin sie den Kontakt mit mir abbrach", schreibt Fernandes. Nach ihrer Darstellung hätten Aussagen ihres Ex-Mannes eine entscheidende Rolle gespielt.

Nach der Trennung habe das ehemalige Paar zunächst ein Wechselmodell praktiziert. "Wir haben in unserer Scheidungsvereinbarung das Wechselmodell vereinbart, und dieses haben wir auch gelebt, bis zu diesem Gespräch zwischen ihm und unserer Tochter. Danach wurde mir erstmalig mein Umgang abgesagt."

Eigentlich sei damals eine gemeinsame Reise mit ihrer Tochter geplant gewesen. Stattdessen habe es geheißen, die Teenagerin wolle lieber an einem Schauspielworkshop teilnehmen.

Fernandes betont, dass sie die Situation um ihr Kind eigentlich nicht öffentlich thematisieren wollte: "Von mir aus hätte ich mich niemals zu diesem Thema geäußert."

Die ehemalige Nanny von Collien Fernandes und Christian Ulmen wurde im RTL-Interview unkenntlich gemacht. © Getty Images

Ehemalige Nanny widerspricht Collien Fernandes

Für zusätzliche Brisanz sorgt ein ehemaliges Kindermädchen der Familie, das bei "RTL Exclusiv" anonym zu Wort kommt.

Die Nanny behauptet, die 14-Jährige leide darunter, dass die schweren Vorwürfe gegen ihren Vater öffentlich diskutiert werden. Fernandes habe ihrer Tochter vermittelt, dass sie mit ihrem Vorgehen auch für sie ein Zeichen setzen wolle.

Das ehemalige Kindermädchen kritisiert das scharf: "Das ist für das Kind, für mich überhaupt nicht nachvollziehbar. Sie tut es nicht für das Kind. Das Kind leidet ja nur darunter."

Außerdem behauptet die Nanny, die Tochter habe ihre Mutter darum gebeten, die Angelegenheit nicht öffentlich zu machen.

Collien Fernandes stoppt das Interview

Fernandes will diese Darstellung nicht unkommentiert lassen. Als ihr im Gespräch mit Frauke Ludowig die Aussagen der ehemaligen Nanny vorgespielt werden, unterbricht sie das Video. "Da möchte ich direkt was zu sagen", erklärt sie.

Ihrer Tochter sei nach Fernandes' Darstellung vermittelt worden, dass das juristische Verfahren nicht öffentlich werden würde. Das bezeichnet sie als eine "falsche Grundinformation". Sie selbst sei davon ausgegangen, dass die Vorwürfe früher oder später öffentlich bekannt würden. "Und in dem Moment habe ich ja wohl auch das Recht, mich dazu zu äußern", sagt Fernandes.

In ihrem Instagram-Statement behauptet die 44-Jährige zudem, das ehemalige Kindermädchen habe sich "in Absprache mit ihm" – gemeint ist Christian Ulmen – gegenüber Medien geäußert.

"Ich glaube daran, dass alles wieder so sein wird wie vorher"

Trotz allem hofft Collien Fernandes offenbar darauf, ihre Tochter wieder in ihrem Leben zu haben. "Irgendwie glaube ich einfach daran, dass es wieder alles so sein wird wie vorher", sagt sie in einem Ausschnitt des RTL-Interviews.

Schon zuvor hatte Fernandes erklärt, warum sie sich entschieden habe, gegen ihren Ex-Mann vorzugehen. Dem "Stern" sagte sie im Mai: "Natürlich ist es wahnsinnig schwierig, den Vater des eigenen Kindes anzuzeigen … Aber was wäre das für ein Signal an meine Tochter gewesen, hätte ich es nicht getan?"

Gegenüber "Brigitte" sagte sie im Juni über ihre Tochter: "Sie soll lernen, dass man sich zur Wehr setzt, wenn einem so etwas angetan wird."

Schwere Vorwürfe gegen Christian Ulmen

Der Hintergrund des Familienkonflikts ist ernst. Collien Fernandes wirft ihrem Ex-Mann massive digitale Übergriffe und häusliche Gewalt vor.

Dabei geht es unter anderem um Fake-Accounts, sexuelle Kommunikation mit fremden Männern unter ihrer Identität sowie pornografische beziehungsweise manipulierte Darstellungen, die mit ihrer Person in Verbindung gebracht worden sein sollen. Fernandes selbst sprach im Zusammenhang mit den mutmaßlichen digitalen Übergriffen von einer "virtuellen Vergewaltigung".

Auch wegen mutmaßlicher Vorfälle körperlicher Gewalt wird ermittelt. Bei der Staatsanwaltschaft Potsdam läuft ein Ermittlungsverfahren gegen Christian Ulmen wegen des Verdachts der Körperverletzung im Rahmen häuslicher Gewalt. Die Vorwürfe beziehen sich unter anderem auf mutmaßliche Ereignisse aus den Jahren 2022 und 2023 in Spanien.

Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. Zu einer Anklage gegen Ulmen ist es bislang nicht gekommen. Er weist die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurück; auch sein Anwalt bestreitet zentrale Anschuldigungen im Zusammenhang mit manipulierten pornografischen Inhalten. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Für Collien Fernandes steht derzeit allerdings etwas anderes im Vordergrund: die Hoffnung, ihre Tochter nach Wochen der Funkstille wiederzusehen.

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