Regierung

Digitaler Eltern-Kind-Pass verzögert sich um 1 Jahr

IT der Länder und des Bundes passen nicht zusammen
OE24 auf Google bevorzugen
Gelber Mutter-Kind-Pass aus Österreich mit einer Spritze darauf liegend.
Im Mutter-Kind-Pass ist auch ein genauer Impfplan festgelegt, © APA/BARBARA GINDL

Die Digitalisierung des österreichischen Gesundheitssystems erleidet offensichtlich einen weiteren Dämpfer: Die für Oktober geplante Einführung des elektronischen Eltern-Kind-Passes (vormals Mutter-Kind-Pass) muss um ein ganzes Jahr verschoben werden.

Es ist bereits die zweite Verzögerung des Projekts, die erneut die strukturellen Herausforderungen des föderalen Systems verdeutlicht. Eine entsprechende Gesetzesänderung soll noch diese Woche im Parlament beschlossen werden.

Technische Hürden im Föderalismus

Als Hauptursache für die Verschiebung gelten massive technische Probleme bei der Synchronisierung der unterschiedlichen IT-Systeme von Bund und Ländern.

Zuerst Feldversuch in Kärnten

Um die Wartezeit zu nutzen, ist für das kommende Übergangsjahr ein regionaler Feldversuch in Kärnten geplant.

Ärztekammer kritisiert überraschende Wende

Die Ärztekammer reagierte laut einem Medienbericht mit Unverständnis und zeigte sich "kalt erwischt". In einem Schreiben bezeichnet die Standesvertretung das Vorgehen als "mehr als überraschend". Dem Projekt waren langwierige und schwierige Verhandlungen vorausgegangen.

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