So viele schließen

Dramatisches Gastro-Sterben in Italien

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© Getty Images
Ein Kulturgut geht langsam aber sicher verloren.
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Ein schneller Espresso oder ein Eis um die Ecke ist für viele Urlauber ein Muss. Als Treffen für Geselligkeit sind viele Eckbars und Lokale auch für die Einheimischen nicht weg zudenken. Doch die italienische Handelskammer meldet jetzt Schockzahlen.

Auch Touristenhotspots verlieren

Die Lokalbranche blutet am italienischen Stiefel nämlich aus. Allein zwischen 2019 und 2025 hat die Branche über 24.000 Unternehmen verloren! Das sind elf Schließungen pro Tag.

Dabei sind es nicht nur verschlafenen Neste auf dem Weg in den Süden. Auch die Touristenhotspots wie Rom sind vom Gastro-Sterben nicht ausgenommen. Rom verliert 2827 Bars, mehr als 30 Prozent – einer der höchsten Rückgänge in Italien. Nur auf den Inseln ist die Lage weniger schlimm als auf dem Festland.

Diese Regionen sind am härtesten getroffen

Die Schließungswelle ist am verheerendsten in den Marken wo der Rückgang von 2019 bis 2025 satte 25 Prozent beträgt. Ähnlich schlimm gebeutelt wird Latium (minus 23,9 Prozent), das Aostatal (22,2 Prozent) und Venetien (20,1 Prozent).

Die Dramatischen Zahlen sorgen bei Italiens Unternehmern für düstere Prognosen. Denn steigende Betriebskosten, besonders für Energie und Rohstoffe, höhere Arbeitskosten und Verlust der Familienkultur werden sich wohl nicht mehr so schnell umdrehen. Hinzu kommt, dass viele Italiener gerne auf Lieferdienste setzen und Homeoffice spielt auch eine große Rolle, gerade was die Mittagspausen betrifft.

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