Wien-Mobil-Leihräder

E-Bike-Flotte auf 600 Räder verdoppelt

Zwei E-Bikes stehen auf einer Wiese vor einem modernen Gebäude.
© Wiener Linien/Maximilian Döringe
Die Wiener Linien haben den Anteil der E-Fahrräder in der Flotte der Wien-Mobil-Leihräder auf 600 verdoppelt. Zu den seit einem Jahr im Probebetrieb angebotenen 300 Exemplaren kommen nun noch einmal so viele dazu
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Die WienMobil E-Bikes bleiben dauerhaft auf Wiens Straßen. Nach einem einjährigen Pilotprojekt verdoppeln die Wiener Linien die Flotte von bisher 300 auf 600 Elektrofahrräder. Die ersten 300 E-Bikes waren seit Juli 2025 als Ergänzung zu den 3.100 klassischen WienMobil-Rädern unterwegs. Seit dem Start wurden sie rund 118.000 Mal ausgeliehen. Damit waren sie sogar etwas gefragter als die herkömmlichen Leihräder. Insgesamt stehen nun 3.700 WienMobil-Räder an mehr als 250 Standorten in allen 23 Bezirken bereit.

Neue Räder mit mehr Reichweite

Die zusätzlichen E-Bikes wurden technisch verbessert. Sie verfügen über eine Drei-Gang-Schaltung, eine neue Akku-Generation und eine Reichweite von rund 85 Kilometern. Am Lenker befindet sich außerdem eine Smartphone-Halterung, die etwa bei der Navigation helfen soll. Optisch passen sich die neuen Modelle mit einem weißen Rahmen an die bestehende WienMobil-Flotte an.

Erkennbar sind die E-Bikes an einem Blitz-Symbol beim Hinterrad. Dasselbe Zeichen zeigt in der nextbike-App an, an welchen Stationen gerade ein Elektrorad verfügbar ist. "Wien setzt auf Mobilität, die im Alltag funktioniert. Öffis, Radfahren, Zu-Fuß-Gehen und Sharing-Angebote greifen ineinander", sagt Öffi-Stadträtin Ulli Sima (SPÖ).

Besonders am Wochenende gefragt

Frau mit rotem Kleid und Helm fährt ein E-Bike auf einem asphaltierten Weg im Grünen.
Die E-Bikes werden gerne für Kurzstrecken und Wochenendausflüge genutzt. © Wiener Linien/Maximilian Döringe

Am häufigsten werden die E-Bikes an Samstagen ausgeliehen. Trotz Motor verwenden die meisten Fahrgäste sie vor allem für kurze Strecken. Rund zwei Drittel aller Fahrten dauern höchstens eine halbe Stunde. Besonders beliebt sind die Stationen beim Hauptbahnhof, beim Praterstern und beim Westbahnhof sowie in der Neubaugasse und der Zieglergasse. Die größte Nachfrage gibt es am späten Nachmittag. Rund um 17 Uhr werden die meisten E-Bikes ausgeborgt.

"Mit 600 neuen E-Bikes erweitern wir WienMobil Rad um ein praktisches Angebot für längere Wege und steilere Streckenabschnitte“, sagt Wiener-Linien-Geschäftsführerin Alexandra Reinagl. Die Räder können an allen WienMobil-Stationen ausgeliehen und zurückgegeben werden. Der Betreiber nextbike übernimmt das Laden, die Wartung und den laufenden Service.

Günstiger Tarif für Stammkunden

Ab Anfang August zahlen Stammkunden der Wiener Linien sowie Besitzer eines Klimatickets im WienMobil-Mix-Tarif 2,30 Euro für 30 Minuten. Regulär kostet eine halbe Stunde 3,30 Euro. Der maximale Tagespreis liegt bei 40 Euro.

"Aber letztlich macht der Mix aus verschiedenen Radtypen WienMobil Rad besonders", sagt Marco Weigert, nextbike Director für Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Der Bikesharing-Dienst der Wiener Linien ist seit 1. April 2022 verfügbar. Ein Teil der Flotte ist mit Kindersitzen ausgestattet. Zusätzlich werden bei Veranstaltungen vorübergehend weitere Stationen eingerichtet.

Weitere Radwege geplannt

Parallel zum Ausbau des Leihrad-Angebots wird auch das Radwegenetz erweitert. In den vergangenen Jahren entstanden laut Stadt rund 100 Kilometer neue Radinfrastruktur.

Für 2026 sind 33 weitere Projekte mit insgesamt rund 12,5 Kilometern neuer Radwege im Hauptradwegenetz vorgesehen. Der Schwerpunkt liegt auf der Verlängerung großer Radverbindungen und dem Schließen bestehender Lücken.

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