Vorsicht
Finger weg: Diese Lebensmittel sollten Sie im Juli meiden
Der Juli gilt als Höhepunkt des Sommers: Die Tage sind lang, die Sonne zeigt sich von ihrer besten Seite und das Angebot an frischem Obst und Gemüse ist so vielfältig wie kaum zu einer anderen Jahreszeit. Doch Vorsicht! Mitten in diesem Paradies aus reifen Tomaten, saftigen Kirschen und knackigen Zucchini lauern echte Klima-Killer und geschmackliche Enttäuschungen, um die Sie jetzt lieber einen Bogen machen sollten.
Spargel und Rhabarber
Viele können von Rhabarber-Kuchen oder Spargel-Gerichten gar nicht genug bekommen. Doch im Juli heißt es: Abschied nehmen. Traditionell endet die Erntezeit für Spargel und Rhabarber bereits am 24. Juni, dem sogenannten Johannistag.
Das hat gleich zwei Gründe: Zum einen brauchen die Pflanzen ab diesem Stichtag eine wichtige Ruhephase, um ungestört wachsen zu können und neue Kraft für die Ernte im nächsten Jahr zu sammeln. Zum anderen steigt der Gehalt an Oxalsäure in den Rhabarberstängeln im Laufe des Sommers stark an. Zu viel davon schadet unserem Körper und kann unter anderem die Nieren belasten. Finden Sie im Juli also noch Spargel oder Rhabarber, stammen diese meist aus dem Ausland und haben lange, klimaschädliche Transportwege hinter sich.
Äpfel
Die erste frische heimische Apfelernte beginnt in der Regel erst im Spätsommer, ab August. Äpfel, die Sie mitten im Juli im Supermarkt finden, fallen meist in eine von zwei problematischen Kategorien: Entweder sie stammen aus fernen Ländern (z.B. Neuseeland oder Südamerika) und reisen mit einer miserablen CO2-Bilanz an. Oder es handelt sich um heimische Ware, die seit dem vergangenen Herbst monatelang unter extrem hohem Energieaufwand in Kühlhäusern gelagert wurde. Der Nebeneffekt der langen Lagerung: Weniger Frische, weniger Vitamine und oft ein mehliger Geschmack.
Importierte Beeren
Im Frühsommer waren Erdbeeren der absolute Star. Doch ab Mitte bis Ende Juli neigt sich die Freiland-Erdbeersaison hierzulande spürbar dem Ende zu. Erdbeeren, die danach noch in rauen Mengen günstig angeboten werden, stammen häufig aus energieintensiven Gewächshäusern oder werden aus fernen Ländern importiert. Auch bei anderen Beeren gilt: Immer auf das Herkunftsland schauen! Regionale Ware hat kurze Wege und schmeckt am aromatischsten.
Kürbis
Manche lieben Kürbissuppe so sehr, dass sie sie das ganze Jahr über löffeln könnten. Doch der Kürbis ist und bleibt ein klassisches Herbstgemüse, das seine eigentliche Saison erst ab September feiert. Wenn Sie im Juli einen Hokkaido oder Butternut im Regal erspähen, stammt dieser garantiert nicht vom Bauern um die Ecke. Import-Kürbisse aus Übersee verschlingen beim Transport Unmengen an Energie. Warten Sie lieber, bis die Blätter fallen, dann schmeckt die wärmende Suppe ohnehin viel besser.
Weintrauben
Ein paar Trauben als Snack am Badesee? Das klingt verlockend, ist im Juli aber leider keine gute Idee. Weintrauben brauchen die intensive Spätsommersonne und werden hierzulande erst ab Ende August oder September geerntet. Wenn Sie im Hochsommer Trauben im Supermarkt entdecken, haben diese oft eine halbe Weltreise hinter sich. Sie stammen in dieser Zeit häufig aus Ländern wie Ägypten, Indien oder gar Südafrika. Das bedeutet nicht nur immense CO2-Emissionen durch den langen Transport, sondern leider oft auch einen hohen Einsatz von Pestiziden.
Was Sie im Juli stattdessen schlemmen können
Der Verzicht auf diese Lebensmittel fällt überhaupt nicht schwer, wenn man bedenkt, was der Juli an regionalen Delikatessen zu bieten hat. Jetzt ist die absolute Hochsaison für sonnengereifte Freilandtomaten, Zucchini, Gurken, Melanzani, Paprika und frische Bohnen.
Bei den Früchten locken nun saftige Kirschen, Marillen, Heidelbeeren, Stachelbeeren, Himbeeren und die ersten Zwetschgen aus heimischem Anbau.
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