Konzert des Jahres
Helene Fischer: Liebes-Show und Kleider-Malheur in Wien
Ein Konzert für die Ewigkeit - ein oft gebrauchtes Attribut. Helene Fischer hat es am Samstag in Wien jedoch vollends erfüllt. Mit einem überwältigenden "Rundum-Glücklich-Konzert", das auch für einen Konzertfilm mitgeschnitten wurde. Also für die Ewigkeit festgehalten wurde. 57.500 Fans feierten im Happel-Stadion das 20-jährige Bühnenjubiläum der Schlager-Königin und kamen dabei weit über zwei Stunden lang aus dem Staunen nicht heraus, denn Helene zündete mit ihrer 360-Grad-Show das größte Konzert-Spektakel des Jahres. Und fuhr damit gleich einen Rekord ein. Jahresbestmarke im Happel. Mit etwas mehr Zusehern als Linkin Park und Böhse Onkelz, bei denen jeweils 57.000 Fans abrockten. Möglich machte das eine 360-Grad-Show!
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Und dabei war die in der Stadion-Mitte errichtete, 25 Millionen Euro teure, von Helene liebevoll "Kleines Monster" getaufte Bühne an Gigantomanie kaum zu übertreffen: 90 Meter breit, 25 Meter hoch und 288 Tonnen schwer. Im Mittelpunkt stand ein haushoher Videowürfel mit 780 Quadratmeter großem Screen und über 9 Millionen Pixel. Dazu gab’s "viele geile Raffinessen" wie Schwenkarme, 4 Bühnenlifte, 2 ausufernde Laufstege, über 1.200 Scheinwerfer, 1.000 Pyrotechnik-Effekte und 200 Kilo Konfetti.
Schon zum Opener "Jetzt oder nie" flog Helene Fischer um 20.27 Uhr vom Stadion-Oberrang F ein. 142 Minuten später entschwebte sie mit "Phänomen" wieder aus dem Happel. Dazwischen gab es eine Reizüberflutung der Extraklasse: fünf heiße Kostüme, 34 Hits, teilweise auch in Medleys verpackt, 20 Tänzer, Pyro-Overkill, galaktische Lichtspiele und zu "Schau mal herein" auch eine Erinnerung an Florian Silbereisen. "Dass wir mit über 40 noch TikTok-Stars wurden, ist unglaublich!"
Noch mehr Liebe gab es nur für Thomas Seitel, den Vater ihrer beiden Töchter. Ihm widmete sie nicht nur den brandneuen Song "An meiner Seite", sondern auch eine Extra-Portion Herzbeben. Bei einer waghalsigen Hochseil-Action in seinen starken Armen quer durch das Happel-Stadion. Kuscheln und Kuss inklusive. So verliebt hat man Helene noch nie gesehen.
Und so vielfältig auch noch nie gehört. Zum 20-jährigen Jubiläum lieferte Helene in Wien einen ausufernden Musik-Mix aus Uralt-Schlager-Hits („Ich will immer wieder dieses Fieber spüren“), Latino-Rhythmen („Vamos a marte“), Party-Krachern („Achterbahn“) und den ersten Hörproben der für Herbst erwarteten neuen CD („Warum“). Und natürlich eine bunte Modeschau. Vom kessen roten Revue-Girl-Kleidchen („Unser Tag“) über eine schwarz-goldene Barbarella-Rüstung („Herzbeben“) bis zum neckischen "kleinen Schwarzen" („Heute Nacht“). Spannend: Just bei "Fehlerfrei" gab‘s ein Kleider-Malheur: Der Reißverschluss ihres blauen Glitzerkleidchens gab den Geist auf.
Bei sympathischer Fannähe, wo sie über Fanschilder wie "Helene du geile Sau"
lachte oder mit einer Runde Kinder Selfies knipste sowie ständigen rot-weiß-roten Liebesbekundungen („Wien, ich habe mich so sehr auf diesen Abend gefreut und möchte all meine Liebe mit euch teilen!“ ließ es Helene auch mit Rammstein-artigen Höllenfeuer-Fontänen („Blitz“), Sesseltanz („Die Hölle morgen früh“) oder stadionfüllendem Licht-und-Video-Overkill („Herzbeben“) krachen.
Dazu gab’s Romantik-Szenen auf einer Blumenwiese („Null auf 100“), einen Tanz am Bühnendach („Spiel“) und natürlich den Mega-Hit "Atemlos durch die Nacht", bei dem sie auch auf Hydraulik-Plattformen abrockte.
"Ein Sommermärchen" hat Helene Fischer vorab im oe24-Interview für ihr Wien-Konzert versprochen. Ein Auftritt für die Ewigkeit ist es geworden. Auch, weil man noch vor Weihnachten mit dem Konzertfilm rechnen darf.
OE24 TV Live-Stream
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