Schock-Moment

Hing mit Kopf aus Ryanair-Flieger: Jetzt spricht der Mann

Sauerstoffmasken hängen in einer Ryanair-Kabine neben einem geöffneten Flugzeugfenster.
© X/ aviationbrk
Nach dem dramatischen Fenster-Bruch auf einem Ryanair-Flug spricht das Opfer Ljubisa K. über seine schweren körperlichen und psychischen Verletzungen. Sein Leben hat sich radikal verändert.
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Der Schock des Beinahe-Unfalls auf dem Ryanair-Flug von Griechenland nach Deutschland sitzt tief. Ljubisa K. erholt sich nur langsam von den Folgen des Vorfalls, bei dem er fast durch ein zerbrochenes Fenster aus dem Jet gesaugt worden wäre. Dem Passagier geht es nach eigenen Angaben "überhaupt nicht gut".

Er kann nicht schlafen, leidet unter ständigem Schwindel und Albträumen. Er zeigt sich mit einer Halskrause, die er wegen einer Halsverletzung sechs Wochen tragen muss. K. berichtet von den mentalen Folgen: "Ich habe keine Konzentration. Meine Aufmerksamkeit hält bei nichts. Das heisst, ich funktioniere einfach nicht richtig." Seine gesamte rechte Seite war tagelang nicht funktionsfähig, die rechte Hand sowie der Rücken wurden verbrannt. Zudem sagt er: "Mein Kopf ist angeschwollen und taub." Auch das rechte Ohr und Auge wurden verletzt. Er fügt hinzu: "Ob sich das wieder normalisiert, ist fraglich."

Ein Mann und eine Frau sitzen an einem Strandcafé mit Wasserflaschen und Kaffee auf dem Tisch.
Ryanair © Facebook

Ein lauter Knall beim Nickerchen

Zum Zeitpunkt des Vorfalls schlief der Mann angeschnallt. K. schildert die Situation dramatisch: "Nach einiger Zeit wurde ich von einem riesigen Knall – wie bei einer Bombe – geweckt. Ich war nur für einen Moment bei Bewusstsein", sagte er gegenüber der deutschen Bild. Als er wieder zu sich kam, war er blutüberströmt. "Nachdem ich wieder zu mir gekommen bin, war ich überall blutverschmiert. Blut tropfte von meinem Gesicht und meinen Händen.", erklärt er. Zusammen mit seiner Ehefrau, einem Mann und einer weiteren Frau konnte er das Loch im Fenster provisorisch mit einer Metallkiste schließen. Danach passierte es: "Dann bin ich vermutlich wieder ohnmächtig geworden."

Totale Umwälzung des Lebens

Vor dem Unglück war der Mann geschäftlich wie privat viel auf Reisen, doch das ist nun vorbei. Bereits das Geräusch eines Flugzeugs versetzt ihn in Panik. Er sorgt sich massiv um seine Firma und seine Familie. Seine psychische Verfassung beschreibt er deutlich: "Jetzt stört mich alles. Der Trubel stört mich. Ich kann nicht auf die Straße gehen. Psychisch bin ich völlig am Boden." Erst nach einigen Tagen realisierte er, wie knapp er dem Tod entkommen war. K. fragt sich besorgt: "Was wird nach alldem passieren? Es ist eine totale Umwälzung in meinem Leben." Der verunglückte Passagier konzentriert sich nun vollends auf seine langsame Genesung.

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