Rekord-Temperaturen

Hitzewelle: Wetter-Experte schockt mit Prognose

© Getty
Das ganze Land stöhnt unter der Rekord-Hitze im Juni.
OE24 auf Google bevorzugen

Die Hitze hat ganz Österreich im Griff. In vielen Regionen werden am Wochenende Temperaturen von 35 bis 37 Grad erwartet, lokal könnte das Thermometer sogar noch höher klettern. Besonders betroffen ist das östliche Flachland, wo die Hitze durch hohe Luftfeuchtigkeit zusätzlich belastend wirkt. Eine nachhaltige Abkühlung zeichnet sich vorerst nicht ab.

Bereits am Wochenende sorgen zwar lokale Gewitter stellenweise für eine kurze Erfrischung, an der Großwetterlage ändern sie jedoch wenig. Auch in der kommenden Woche bleibt die hochsommerliche Hitze bestehen. Die ORF-Wetterredaktion geht derzeit davon aus, dass die aktuelle Hitzewelle noch länger andauern wird.

Kein Ende in Sicht

ORF-Meteorologe Manuel Oberhuber warnt sogar vor einem möglichen Rekord: "In manchen Teilen Österreichs könnte es die längste Juni-Hitzewelle der Messgeschichte werden", schrieb er auf Bluesky.

Besonders belastend sind die hohen Nachttemperaturen. In Wien und anderen größeren Städten stehen mehrere Tropennächte bevor. Dabei sinken die Temperaturen selbst nachts nicht unter 20 Grad. Der Körper kann sich dadurch deutlich schlechter erholen als bei kühleren Nächten.

Extreme Hitze

Die aktuelle Hitzewelle ist bereits die zweite des Jahres. Wie lange sie tatsächlich anhält, lässt sich noch nicht exakt vorhersagen. Nach Prognosen bleibt das Temperaturniveau aber zumindest bis Ende kommender Woche deutlich über dem langjährigen Durchschnitt. Erst in den erweiterten Wettermodellen zeigen sich vereinzelt Signale für eine Abschwächung, diese gelten jedoch noch als unsicher.

Die Auswirkungen extremer Hitze werden zunehmend sichtbar. Laut Angaben der Österreichischen Gesundheitskasse gab es im Sommer 2024 rund 1.100 hitzebedingte Todesfälle. Analysen zeigen zudem, dass die Sterblichkeit während längerer Hitzeperioden deutlich ansteigt.

Umweltmediziner Hans-Peter Hutter von der MedUni Wien rät daher zu besonderer Vorsicht. "Alles ein bisschen ruhiger angehen und daran denken, dass man mehr trinken sollte", sagte er in der ORF-Sendung "Guten Morgen Österreich". Mit Blick auf die Getränkeauswahl ergänzte er: "In Österreich muss man dazusagen: bitte kein Alkohol!"

Vor allem ältere Menschen, Kinder, Schwangere und Personen mit Vorerkrankungen sollten die kommenden Tage ernst nehmen. Experten empfehlen, ausreichend Wasser zu trinken, direkte Sonne in den heißesten Stunden zu meiden und körperliche Aktivitäten möglichst in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden zu verlegen.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden