Formel-1-Aufreger

Horner-Hammer: Comeback mit Milliarden-Marke

Christian Horner
© Getty
Das Comeback des früheren Red-Bull-Teamchefs im Formel-1-Fahrerlager beginnt gleich mit einem Paukenschlag.
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Kommt er, oder kommt er doch nicht? Bis kurz vor dem Start zum GP von Großbritannien wurde im Fahrerlager getuschelt. Ein Jahr nach seinem unfreiwilligen Abschied aus der Formel 1 wurde Christian Horner (52) im Fahrerlager erwartet. Laut "Bild am Sonntag" hatte der frühere Red-Bull-Teamchef eine Einladung von F1-Boss Stefano Domenicali erhalten.

Klausel erloschen - Horner darf zurück in F1

Insider wissen: Wenn Horner wieder auf der F1-Bildfläche auftaucht, dann steckt was dahinter. Erst vor kurzem war der Brite bei Aston Martin als Teamchef im Gespräch gewesen - die Verhandlungen dürften sich aber ebenso zerschlagen haben wie ein Einstieg bei Alpine (da ging's um die 24%-Anteile der Otro-Capital-Gruppe).

Hinter den Kulissen bahnt sich allerdings ein Mega-Deal an, bei dem Geld keine Rolle spielt. Der chinesische Auto-Gigant BYD soll nach Cadillac-Vorbild einen Einstieg in die Formel 1 planen - und damit den milliardenschweren China-Markt weiter öffnen. Dabei könnte die Erfahrung von Christian Horner (hatte 2005 den Red-Bull-Rennstall mit aufgebaut) Goldes wert sein.

Horner hatte bei seinem "Abschieds-Paket" von Red Bull eine Klausel im Vertrag, die besagte, dass er vorerst für keinen anderen Rennstall tätig sein dürfe plus Auftrittsverbot im Fahrerlager. Das ist inzwischen abgelaufen - Horner darf wieder Gas geben.

Der mögliche BYD-Einstieg in die Formel 1 ist offenbar schon länger Thema: Bereits beim China-GP im März hatte sich BYD-Vizechefin Stella Li mit Domenicali getroffen, worauf es am Rande des Filmfestivals von Cannes zu einem Meeting mit Horner und Li gekommen sein soll. Zu dieser Zeit tauchte Horner beim E-Prix in Monaco auf. Wenn der 52-jährige Brite ein neues Team von null aufbauen will, kann er jede Expertise gebrauchen.

Als Fahrer soll übrigens der F1-erfahrene Zhou Cuanyu dem Team gleich zu Beginn eine chinesische Identität geben.

"Dann kann alles sehr schnell gehen"

Geld ist bei BYD nicht das Problem - allerdings gäbe es bei einem Neueinstieg eine Vorlaufzeit von mehreren Jahren. Schließlich müssen auch die aktuellen Teams ihre Zustimmung geben. Oder: BYD kauft sich bei einem bestehenden Rennstall ein oder diesen überhaupt auf. "Dann kann alles sehr schnell gehen", so ein Insider.

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