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Irland gegen Israel: Spuck-Skandal in der Halbzeit

Politisch brisantes Duell: Irland und Israel sorgen schon vor dem Anpfiff für reichlich Zündstoff.
© Sportsfile via Getty Images
Spuck-Vorwurf sorgt für Wirbel! Rund um das politisch hochbrisante Nations-League-Duell zwischen Irland und Israel soll es in der Halbzeit zu einem unschönen Zwischenfall gekommen sein. Nach übereinstimmenden Berichten irischer Medien behauptet Irlands Athletiktrainer, auf dem Weg in die Kabine von israelischer Seite angespuckt worden zu sein. Belege für den Vorwurf waren zunächst nicht bekannt.
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Auf Handyvideos ist lediglich zu sehen, wie die Stimmung plötzlich kippt und Spieler sowie Betreuer aufgebracht reagieren. Dazu ist eine Stimme zu hören, die offenbar warnt: "Seid clever." Was genau zuvor passiert war, blieb zunächst unklar.

Irlands Nationaltrainer Heimir Hallgrimsson hielt sich nach dem 1:1 in Backa Topola, wo die Partie ohne Zuschauer ausgetragen wurde, auffällig zurück. Auf der Pressekonferenz wollte er die Szene nicht kommentieren. "Ich werde das nicht kommentieren, das ist vermutlich etwas, das sich die Disziplinarkommission anschauen wird", sagte der Coach.

Auch in einem längeren Interview mit dem irischen Sender RTE blieb Hallgrimsson vage. Lediglich auf die Frage, ob der Vorfall und die erhobenen Spuck-Vorwürfe seine Mannschaft beeinflusst hätten, antwortete er mit Nein.

Hallgrimsson will keine Duelle mehr mit Israel

Ganz ohne deutliche Worte kam der Isländer allerdings nicht aus. "Wir brauchen etwas Zeit, um dies alles zu reflektieren", sagte Hallgrimsson. Dann wurde es deutlich emotionaler: "Es ist auch der beste Zeitpunkt, um seine Feinde zu erkennen. Wenn man am Boden liegt und die Leute einen treten. Da sieht man schnell, wer versucht hat zu treten."

Sein Wunsch für die Zukunft ist deshalb klar: weitere Spiele zwischen Irland und Israel möchte Hallgrimsson möglichst vermeiden. "Aber das haben wir nicht zu entscheiden, das ist Sache der UEFA", stellte er klar. Gleichzeitig forderte er den europäischen Verband zum Handeln auf: "Ich wünsche keiner Nationalmannschaft, das durchmachen zu müssen, was wir in diesen zwei Wochen erlebt haben. Die UEFA muss eingreifen und etwas unternehmen."

Kein Handschlag, gesenkte Köpfe – Botschaft war deutlich

Das Duell stand ohnehin unter enormer politischer Spannung. In Irland gibt es große Unterstützung für Palästina, gleichzeitig wird Israel wegen des Gaza-Krieges massiv kritisiert. Bereits vor der Partie waren die irischen Nationalspieler aus der Heimat zum Boykott aufgerufen worden.

Die Konsequenz: Das Spiel wurde nicht in Dublin, sondern im serbischen Backa Topola ausgetragen – und komplett ohne Fans. Auch auf dem Platz war die angespannte Atmosphäre spürbar. Die irischen Spieler verzichteten auf Händeschütteln und Abklatschen mit den Israelis. Während der israelischen Nationalhymne senkten mehrere irische Spieler demonstrativ den Kopf.

Deutliches Zeichen: Die irischen Spieler senken während der israelischen Nationalhymne demonstrativ ihre Köpfe.
Deutliches Zeichen: Die irischen Spieler senken während der israelischen Nationalhymne demonstrativ ihre Köpfe. © Sportsfile via Getty Images

Sportlich endete der Abend mit einem 1:1. Politisch und emotional dürfte die Partie damit aber noch lange nicht abgepfiffen sein.

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