Aus der Druckerei

Jetzt neu: Geldschein so groß wie Kreditkarte

Financial problems and debts. Woman handing woman euro banknotes. European Union currency. Fifty euro banknote © Getty Images
Weniger Platz in der Geldbörse, aber volle Sicherheit: Die deutsche Bundesdruckerei hat ein neues Konzept für Bargeld im Mini-Format präsentiert.
OE24 auf Google bevorzugen

Das könnte auch die Geldbörsen in Österreich in Zukunft deutlich schlanker machen. Auf einer Fachkonferenz in Washington, D.C., wurde die Konzept-Banknote "STELLA" vorgestellt.

geldschein stella
Die Konzept-Banknote "STELLA" © Pressemitteilung Bundesdruckerei

Das neue Modell stammt aus der Experimentierreihe „Ex Nihilo” und reduziert die gewohnte Größe drastisch. Der vorgeschlagene Schein ist nur noch in etwa so groß wie eine herkömmliche Kreditkarte. Das Ziel hinter dem geschrumpften Format ist es, das physische Geld im digitaleren Alltag praktischer, nachhaltiger und gleichzeitig geschützt zu gestalten.

Kunststoff statt klassisches Papier

Gedruckt wird das Konzept auf einem sogenannten Polymersubstrat, also einer dünnen Kunststoff-Basisfolie. Diese besteht aus erneuerbaren, nicht-fossilen Rohstoffen. Laut den Entwicklern schont das langlebige Material wertvolle Ressourcen und senkt sowohl den Energieeinsatz als auch den Produktionsaufwand. Trotz der verkleinerten Fläche bleiben bewährte Schutzfunktionen erhalten. Ein randübergreifendes Design sorgt dafür, dass die gesamte Oberfläche für die Sicherheit genutzt werden kann.

Fokus liegt auf Nachhaltigkeit

Das Projekt baut inhaltlich auf der früheren Musternote "IGNIS" auf, die 2024 bereits einen Branchenpreis gewinnen konnte. Während dort noch schwarzes Papier und ein extrem dünner Sicherheitschip im Fokus standen, geht es nun verstärkt um Wirtschaftlichkeit. Das optische Design orientiert sich an den Sternen und dem Ursprung des Kohlenstoffs. Das Motiv soll symbolisch die Reduktion auf das Wesentliche verdeutlichen.

Bargeld bleibt weiterhin präsent

Die Vorstellung dieser modernen Variante erfolgt zu einer Zeit, in der gedruckte Scheine durch Selbstbedienungskassen und digitale Zahlungsarten zunehmend unter Druck geraten. Dennoch zeigt eine Studie der Bundesbank aus dem Jahr 2025, wie präsent das Bargeld nach wie vor im Alltag ist: Bei den Tests akzeptierten 99,4 Prozent der Verkaufsstellen die Barzahlung, und in 98,7 Prozent der Fälle klappte das Bezahlen direkt beim ersten Versuch. Robuste und günstigere Formen sollen die Scheine nun alltagstauglicher machen.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden