Sport im Sommer

Laufen bei Hitze: Bei diesen Warnsignalen sollten Sie sofort stoppen

Frau joggt am Spreeufer in Berlin bei Sonnenuntergang, hört Musik mit Kopfhörern.
© Getty Images
Joggen im Sommer kann die Ausdauer stärken, bei hohen Temperaturen steigt jedoch auch das Risiko für Kreislaufprobleme und Hitzeschäden. Diese Symptome sollten Sie niemals ignorieren.
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Ob vor der Arbeit oder nach Feierabend, viele Läufer möchten auch im Sommer nicht auf ihr Training verzichten. Grundsätzlich spricht nichts dagegen, solange die Belastung an die Temperaturen angepasst wird. Doch Hitze setzt dem Körper erheblich zu. Wer Warnsignale ignoriert, riskiert im schlimmsten Fall einen Hitzekollaps oder sogar einen Hitzschlag.

Schwindel und Benommenheit

Ein plötzliches Schwindelgefühl gehört zu den häufigsten Warnzeichen. Es deutet darauf hin, dass der Kreislauf überlastet ist und das Gehirn nicht mehr ausreichend durchblutet wird. Wer sich benommen fühlt oder das Gefühl hat, gleich umzukippen, sollte das Training sofort abbrechen, einen schattigen Platz aufsuchen und ausreichend trinken.

Übelkeit oder Erbrechen

Frau joggt im Sommer auf hellem Boden, fotografiert von oben mit Schattenwurf.
Laufen im Sommer © Getty Images

Wird dem Körper die Belastung zu viel, reagiert er häufig mit Übelkeit. Auch Erbrechen kann ein Hinweis darauf sein, dass der Organismus die Hitze nicht mehr ausgleichen kann. In diesem Fall gilt: Training sofort beenden und den Körper langsam herunterkühlen.

Kopfschmerzen

Starke oder plötzlich auftretende Kopfschmerzen können auf Flüssigkeitsmangel oder eine Überhitzung hinweisen. Vor allem in Kombination mit Schwindel oder Übelkeit sollten sie ernst genommen werden.

Herzrasen oder Herzstolpern

Während ein erhöhter Puls beim Sport normal ist, können starkes Herzrasen, Herzstolpern oder Schmerzen in der Brust auf eine gefährliche Überlastung hinweisen. Diese Beschwerden sollten immer ärztlich abgeklärt werden.

Gänsehaut trotz Hitze

Ein besonders alarmierendes Warnsignal ist Gänsehaut an einem heißen Tag. Sie kann darauf hindeuten, dass der Körper seine Temperatur nicht mehr richtig regulieren kann. Auch ungewöhnlich heiße, trockene Haut oder Verwirrtheit können Anzeichen eines beginnenden Hitzschlags sein und erfordern sofortiges Handeln.

Muskelkrämpfe

Durch starkes Schwitzen verliert der Körper nicht nur Wasser, sondern auch wichtige Elektrolyte. Die Folge können schmerzhafte Muskelkrämpfe sein, häufig in den Waden oder Oberschenkeln. Hier helfen eine Trainingspause sowie ausreichend Flüssigkeit und Elektrolyte.

Wann Sie sofort den Notruf wählen sollten

Treten Verwirrtheit, Bewusstseinsstörungen, Krampfanfälle oder Bewusstlosigkeit auf, handelt es sich um einen medizinischen Notfall. Diese Symptome können auf einen Hitzschlag hindeuten und müssen umgehend behandelt werden.

So beugen Sie Problemen vor

Mit einigen einfachen Maßnahmen lässt sich das Risiko deutlich reduzieren:

  • Trainieren Sie möglichst am frühen Morgen oder späten Abend.
  • Vermeiden Sie intensive Einheiten in der Mittagshitze.
  • Trinken Sie bereits vor dem Lauf ausreichend.
  • Wählen Sie leichte, helle und atmungsaktive Kleidung.
  • Reduzieren Sie Tempo und Trainingsumfang an heißen Tagen.
  • Hören Sie auf die Signale Ihres Körpers.

Laufen bei Hitze ist grundsätzlich möglich - vorausgesetzt, Sie passen Ihr Training an die Bedingungen an.

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