Mega-Umbau
Millionen für Caritas-Projekt in Lanzendorf
Die Caritas der Erzdiözese Wien treibt die Erneuerung des Wohnhauses Haus Anna in Lanzendorf mit Hochdruck voran. Bei einem Lokalaugenschein überzeugte sich Niederösterreichs Sozial-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister vom Fortschritt der Arbeiten. Das Gebäude aus den frühen 1970er-Jahren wird dabei umfassend an die heutigen Wohnbedürfnisse von Menschen mit Behinderung angepasst. Mit dem Umbau entsteht in Lanzendorf langfristig ein modernes Wohnangebot, das 26 Menschen mit Behinderung ein sicheres, selbstbestimmtes und altersgerechtes Zuhause ermöglichen soll.
Nach Abschluss der Arbeiten zieht die derzeit im Haus Franziska lebende Wohngruppe in das generalsanierte Gebäude ein. Geplant sind mehrere Wohngruppen mit jeweils fünf bis sechs Bewohnern, Einzelzimmern sowie gemeinsamen Wohn- und Essbereichen. Zusätzlich entstehen vier Wohneinheiten für je zwei Personen. Im Dachgeschoss werden unter anderem ein Bewegungsraum, ein Multifunktionsraum und Büroräume eingerichtet. Neue Balkone, Terrassen und eine zusätzliche Fluchtstiege sorgen für mehr Lebensqualität und Sicherheit.
Die Caritas setzt bewusst auf die Weiterverwendung der bestehenden Bausubstanz. Beheizt wird das Gebäude künftig über die Nahwärmeversorgung des Areals, zusätzlich liefert eine Photovoltaikanlage auf dem Dach umweltfreundliche Energie. Auch Maßnahmen gegen sommerliche Hitze sind vorgesehen. Unterstützung erhält das Projekt durch Fördermittel der EU-Initiative "NextGenerationEU" sowie durch die Aktion "Licht ins Dunkel", die bei der Finanzierung barrierefreier Küchen und spezieller Pflegeausstattung hilft.
Stimmen zum Projekt
"Menschen mit Behinderung sollen in Niederösterreich selbstbestimmt, sicher und in Würde leben können – unabhängig von ihrem Alter oder Unterstützungsbedarf. Mit der umfassenden Generalsanierung des Hauses Anna wird ein modernes, barrierefreies und zukunftsorientiertes Wohnangebot geschaffen, das den Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohner gerecht wird. Die Förderung des Landes Niederösterreich in Höhe von über 2,5 Millionen Euro ist eine Investition in mehr Lebensqualität, Inklusion und Chancengleichheit. Gleichzeitig zeigt dieses über fünf Millionen schwere Projekt, dass soziale Verantwortung und nachhaltiges, klimafittes Bauen durch die Weiterverwendung bestehender Bausubstanz erfolgreich miteinander verbunden werden können", so Sozial-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister.
Caritasdirektor Klaus Schwertner: "Mit der Sanierung des Haus Anna schaffen wir einen Ort, an dem Menschen mit Behinderung selbstbestimmt leben und sich zuhause fühlen können. Moderne, barrierefreie Wohnräume, Gemeinschaft und Rückzugsmöglichkeiten gehen hier Hand in Hand und ermöglichen ein gutes Leben bis ins Alter." Schwertner bedankte sich bei der Begehung für die Unterstützung des Landes Niederösterreich: „Zukunftsweisende Projekte wie dieses sind nur gemeinsam möglich. Die Förderung des Landes ist ein starkes Zeichen für Inklusion und die Unterstützung von Menschen mit Behinderung."
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