Fehlende Geburten
Nestlé setzt auf Katzenfutter statt Babynahrung
Der Trend zu weniger Babys und mehr Haustieren bietet dem Schweizer Konsumgüterkonzern erhebliches Wachstumspotenzial, sagte Konzernchef Philipp Navratil am Dienstag auf einer Investorenkonferenz der Deutschen Bank. Tierhalter seien zunehmend bereit, mehr Geld für ihre Haustiere auszugeben, da diese immer häufiger als vollwertige Familienmitglieder angesehen würden.
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In einer alternden und zunehmend von Einsamkeit geprägten Gesellschaft suchten immer mehr Menschen nach tierischer Gesellschaft, wobei sich die Katze als idealer Begleiter erweise. Nestlé produziert unter anderem Tierfutter der Marken Purina, Friskies oder Gourmet.
Neue Produktion in den USA im Aufbau
"Katzen sind ein wachsendes Segment", erklärte Navratil. Da viele Menschen ihre Homeoffice-Zeit reduzierten und vermehrt an ihre Arbeitsplätze zurückkehrten, seien Katzen im Vergleich zu Hunden zudem die pflegeleichteren Haustiere. Nestlé profitiere in diesem Bereich besonders von seiner Ausrichtung auf das Premiumsegment. Da Katzen als wählerische Fresser gelten, sei für die Futterherstellung mehr Technologie und wissenschaftliche Forschung nötig. Dies spiele dem forschungsstarken Konzern in die Karten. Nestlé sei Marktführer bei Katzennahrung und die Nummer zwei bei Hundenahrung.
Um die Nachfrage zu bedienen, baue Nestlé derzeit vor allem in den USA neue Tiernahrungs-Produktionskapazitäten auf. Sowohl der Tiernahrungs- als auch der Kaffeemarkt dürften sich besser entwickeln als der breitere Markt für Konsumgüter, sagte der Chef des Nespresso-Herstellers. Für beide Kategorien werde ein Marktwachstum von drei bis vier Prozent erwartet. Nestlé wolle dabei jeweils am oberen Ende dieser Spanne wachsen.
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