Der Herbst serviert die spannendsten Neueröffnungen: von großen Küchen über Grätzl-Bars bis zu kleinen, feinen Lokal-Konzepten. Wir zeigen, welche Adressen jetzt neugierig machen – und was sie kulinarisch zu bieten haben.
Donauhof: Altes Haus, neue Wirtshausküche
Wo einst Hotelgäste abstiegen und später Holz gelagert wurde, wird heute gekocht: im Donauhof. Das Haus in der Engerthstraße 141, 1020 Wien, stammt aus dem Jahr 1902 und beherbergte ein Hotel, ein Café, ein Restaurant und einen Ballsaal. Vieles vom alten Charakter ist geblieben: Fischgrätparkett, originale Kugelleuchten, samtgrüne Bänke und hohe Fenster. Auf den Tellern: Wirtshausklassiker mit Twist – Paradeiskrautfleckerl (14 Euro), gefüllte Spitzpaprika (22 Euro) und Zwiebelrostbraten (30 Euro). donauhofwien.at
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Constanze: Café mit Musikgeschichte
Ausdrücklich nicht nur für Hotelgäste: An jener Adresse, wo Mozart einst seine spätere Frau Constanze Weber kennengelernt und "Die Entführung aus dem Serail" komponiert haben soll, hat im Atrium des Luxushotels Rosewood Vienna eine neue Tagesbar eröffnet. "Constanze – a little love story" ist eine moderne Interpretation des Wiener Kaffeehauses: Von 7 bis 18 Uhr gibt es Kaffeespezialitäten von Naber, feine Patisserie, kleine Wiener Klassiker und österreichische Weine. Unbedingt bestellen: "Perlen vor die Säue" (Beinschinkensemmerl und ein Glas Champagner, 35 Euro). Petersplatz 7, 1010 Wien; rosewoodhotels.com
Susuru: Sharing auf Japanisch
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Susuru heißt "schlürfen" – passend zum Schwerpunkt auf Ramen, die hier neben japanischen Tapas und Sake serviert werden. Das Konzept folgt der Izakaya-Idee: kleine, pflanzliche Gerichte kommen zum Teilen auf den Tisch (4-6 Speisen für zwei Personen). Etwa Tantan Tofu (6 Euro), "Addictive Cabbage", Agedashi Tofu oder King Oyster Mushroom Tempura (7 Euro). Bei den Ramen reicht die Auswahl von cremig-würziger Pilzsuppe bis zu klarer Brühe mit Kakiage und Tempura-Crunch („Mystic Crunch Ramen“, 14 Euro, o.). Kirchengasse 18, 1070 Wien; susuru.at
Bitterbar: Aperitivo mit Wiener Note
Am Margaretenplatz 5, 1050 Wien, setzt die Bitterbar auf eine Wiener Variante der Nachbarschaftsbar, wie man sie etwa aus Frankreich, Italien oder Spanien kennt. Wermut ist hier der Star: Ausgeschenkt wird vor allem der regionale Burschik – klassisch mit Soda, als Spritz oder mit Tonic (10 Euro). Dazu kommen Negroni (11 Euro) und bitter-florale Drinks ohne Alkohol. Für den kleinen Hunger gibt es u.a. Antipasti, Sardinen und römische Pizza. Während der Vienna Design Week vom 25. September bis 3. Oktober wird die Bitterbar zum Treffpunkt für Design- und Genussfans, mit einem Austern- und Wermut-Pop-up am Margaretenplatz. bitter.bar
Mini Mayr: Lust auf Veggies
In der Josefstädter Straße 52, 1080 Wien, hat Barbara Aichinger mit Mini Mayr ein kleines, charmantes Bistro eröffnet, das sich ganz der pflanzlichen Ernährung verschrieben hat. Viel Tageslicht, reduzierte Ästhetik – und Gemüse, Saisonalität und wenige, präzise kombinierte Zutaten stehen im Zentrum. Die Idee: darmfreundlich und basisch inspiriert. Auf den Teller kommen Suppen, Salate, Hirsegerichte und leichte Lunches, morgens etwa Ube- Porridge mit Beeren; dazu Drinks wie der violette Ube-Latte oder Hojicha mit Marille. Aichinger, die das Lokal als One-Woman-Show führt, orientiert sich an der F.-X.-Mayr-Lehre, übersetzt sie aber in zeitgemäße Bistroküche. Im Herbst gibt es warme Suppen und Eintöpfe. @mini_mayr_
SAN: Kleine Teller, große Aromen
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Das SAN setzt auf eine Küche, die asiatische Aromen mit japanischer Izakaya-Kultur und österreichischen Produkten verbindet. Auf der Karte stehen Sashimi, Char Siu, Szechuan-Pancakes (14,90 Euro) oder Kushiyaki-Spieße mit Huhn (8,90 Euro). Hinter dem Konzept steht Kevin Chen, der im chinesischen Qingtian aufwuchs und seine gastronomische Ausbildung in der Fine-Dining-Szene von Tirol bis Wien absolvierte. In der Florianigasse 36, 1080 Wien, serviert er Gerichte, die zum Teilen gedacht sind – eine Küche zum Probieren, Kombinieren und Teilen. sanrestaurantwien.at
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