Druck erhöhen

NÖ-Chemiewerke im Streik

Streik in der Chemieindustrie.
Streik in der Chemieindustrie. © ORF
In mehreren Betrieben der chemischen Industrie in Niederösterreich finden heute Warnstreiks statt. Die Beschäftigten wollen damit in den Kollektivvertragsverhandlungen Druck aufbauen.
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Vom Kunststoffhersteller Borealis in Schwechat (Bezirk Bruck/Leitha) über den Industriegaserzeuger Messer Austria in Gumpoldskirchen (Bezirk Mödling) und Polymererzeuger Semperit mit Sitz in Wimpassing im Schwarzatale (Bezirk Neunkirchen) bis zu Kwizda Agro aus Leobendorf (Bezirk Korneuburg) – in all den Betrieben halten die Beschäftigen am Montag zweistündige Warnstreiks ab.

Für Gewerkschaft PRO-GE ist das aktuelle Angebot eine "Frechheit"

Zu dieser Maßnahme hatte die Gewerkschaft PRO-GE aufgerufen, nachdem das Arbeitgeber-Angebot in Höhe einer Einmalzahlung von 250 Euro zum dritten Mal nicht erhöht wurde. Für die Gewerkschaft ist das Angebot "eine Frechheit", weil sich die Auftragslage wieder verbessert habe und sich die Arbeit verdichte. De"shalb werde man einer Nulllohnrunde nicht zustimmen, heißt es."

Morgen nächste Verhandlungsrunde

Die Arbeitgeber argumentieren, dass der Wettbewerbsnachteil wegen der hohen Löhne in Österreich immer größer werde. „Seit 2020 haben wir in Österreich kumuliert zwölf Prozent höher abgeschlossen als in Deutschland. Das sind jährlich 500 Millionen Euro Kostennachteil, die unsere Unternehmen mit sich schleppen", heißt es vonseiten der Wirtschaftskammer.

Die nächsten Gespräche gibt es am Dienstag. Sollte es da wieder zu keiner Einigung kommen, könnte es schärfere Maßnahmen geben, warnt die Gewerkschaft.

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