500.000€ Schaden

Polizei schnappt slowakische Auto-Diebesbande

© APA/GEORG HOCHMUTH
Das Bundeskriminalamt und das Landeskriminalamt Burgenland haben nach monatelangen Ermittlungen eine länderübergreifende Kfz-Diebstahlsserie geklärt.
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Zwei Tatverdächtige konnten festgenommen werden. Den beiden Slowaken im Alter von 54 und 43 Jahren werden derzeit 21 Diebstähle mit einer Schadenssumme von rund 500.000 Euro zugeschrieben. In sieben weiteren Fällen blieb es beim Versuch, teilte das Bundeskriminalamt am Dienstag mit.

Eine eigens eingerichtete Sonderkommission (Soko) hatte unter der Bezeichnung "Operation Madaras" seit Anfang 2026 in dieser Sache ermittelt, nachdem sich eine Serie von Diebstählen gehäuft hatte, die sich vor allem gegen Fahrzeuge aus dem Volkswagen-Konzern richtete. Die Modelle wurden überwiegend in Park-&-Ride-Anlagen und bei Bahnhöfen und Freizeiteinrichtungen in Niederösterreich und im nördlichen Burgenland gestohlen.

Zugriff mithilfe von "Libelle Alpha"

Dem tatverdächtigen 54-Jährigen konnten von den Ermittlern einheitliche Tatmuster und Verschieberouten zugeordnet werden. Die gestohlenen Fahrzeuge wurden stets zeitnah über die österreichische Grenze in Richtung Bratislava verbracht. Als am 10. September ein verdächtiges Fahrzeug nach Österreich einreiste, wurde dieses mit Unterstützung der Flugpolizei und dem Polizeihubschrauber "Libelle Alpha" observiert. Schließlich erfolgte der Zugriff. Neben dem 54-Jährigen wurde ein um elf Jahre jüngerer Landsmann des Slowaken festgenommen.

Bei der Durchsuchung des Fahrzeuges wurden neben einem Jammer, ein professionelles elektronisches Diebstahlsgerät, manipulierte Steuergeräte für verschiedene Fahrzeugmarken sowie weiteres Einbruchswerkzeug sichergestellt. Auf Anordnung der zuständigen Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt befinden sich die beiden Tatverdächtigen in U-Haft. Der 54-Jährige soll geständig sein. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.

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