Bauernregel

Regen am 1. Juni: Diese Bauernregel verheißt nichts Gutes

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Der Juni startet alles andere als sommerlich: Statt Sonne, Wärme und blauem Himmel zeigt sich Österreich heute von seiner grauen Seite. In weiten Teilen des Landes regnet es, die Wolken hängen tief – und ausgerechnet am 1. Juni ist das laut einer alten Bauernregel kein besonders gutes Zeichen.
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Am 1. Juni ist meteorologischer Sommeranfang. Im bäuerlichen Kalender gilt dieser Tag als Lostag. Solchen Tagen wurde früher eine besondere Bedeutung zugeschrieben: Das Wetter an diesem Datum sollte Hinweise darauf geben, wie sich die kommenden Wochen entwickeln – und ob die Ernte gut oder schlecht ausfallen würde. Bauernregeln waren damit so etwas wie die Wetter-App unserer Vorfahren: kurz, einprägsam und oft mit direktem Bezug zur Landwirtschaft.

Eine der bekanntesten Regeln für den heutigen Tag lautet:

"War’s an Fortunatus klar, gibt’s ein gutes Erntejahr."

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Fortunatus wird am 1. Juni gedacht. Ist es an diesem Tag klar, sonnig und freundlich, galt das früher als gutes Omen für Felder, Getreide und Ernte. Ein heller Start in den Juni sollte also Hoffnung auf ein erfolgreiches Bauernjahr machen.

Doch davon kann heute keine Rede sein. Österreich startet nass in den meteorologischen Sommer. Statt klarer Sicht und Sonnenschein gibt es Regen, Wolken und vielerorts trübe Stimmung. Genau das Gegenteil also von dem, was die alte Bauernregel als Glückszeichen beschreibt.

Was bedeutet Regen am 1. Juni?

Nimmt man die Regel wörtlich, ist der heutige Regentag kein gutes Zeichen für das Erntejahr. Denn der Spruch verbindet ausdrücklich klares Wetter mit einer guten Ernte. Bleibt der Himmel grau, fehlt dieses positive Omen.

Aber: Panik ist nicht angesagt. Bauernregeln sind keine exakten Wetterprognosen, sondern jahrhundertealte Erfahrungswerte. Sie entstanden zu einer Zeit, in der Bauern auf Naturbeobachtungen angewiesen waren, um Wetter und Ernte besser einschätzen zu können. Ein einzelner Regentag entscheidet also nicht darüber, ob das ganze Jahr schlecht wird.

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Im Gegenteil: Regen Anfang Juni kann für die Natur auch wichtig sein. Felder, Wiesen und Pflanzen brauchen Wasser – vor allem, wenn danach wieder wärmere Tage folgen. Passend dazu gibt es sogar eine weitere Juni-Regel:

"Ist der Juni warm und nass, gibt’s viel Korn und noch mehr Gras."

Heißt: Der verregnete 1. Juni ist nach der Fortunatus-Regel zwar kein besonders gutes Vorzeichen. Entscheidend wird aber sein, wie sich der restliche Monat entwickelt. Wird es nur nass und kühl, könnte das tatsächlich problematisch werden. Kommt nach dem Regen aber Wärme und Sonne, kann der Juni für die Natur sogar noch richtig gut werden.

Fest steht: Der Sommer startet heute eher mit Regenschirm als Sonnenbrille. Und wer an Bauernregeln glaubt, dürfte beim Blick aus dem Fenster kurz schlucken.

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