Der Oktober hat Österreich eine bittere Wetter-Bilanz beschert: Es war viel zu heiß, viel zu sonnig und zu trocken.
Trockenstes Jahr der Geschichte möglich
Sieben Sommertage (über 25 Grad) gab es – normal sind gerade mal drei. Spitzenreiter war Wieselburg (Niederösterreich) mit enormen 27,8 Grad am 1. Oktober. er kälteste bewohnte Ort des Landes war Liebenau in Oberösterreich auf 846 Meter Höhe, wo die Messstation der Geosphere am 23. Oktober minus acht Grad registrierte.
Außerdem regnete es viel zu wenig. Im bundesweiten Flächenmittel wurde von den Expertinnen und Experten der Geosphere ein Niederschlagsdefizit von 40 Prozent berechnet. Seit Jahresbeginn fehlt rund ein Drittel des Niederschlags. "Das entspricht in absoluten Zahlen einem Minus von 320 Millimeter oder Liter pro Quadratmeter seit 1. Jänner", sagte Geosphere-Austria-Klimatologe Alexander Orlik. "Sollte es bis zum Jahresende bei einem Defizit von einem Drittel bleiben, dann würde das Jahr 2026 das trockenste Jahr in der Messgeschichte werden."
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In Wien, dem Burgenland, Teilen Niederösterreichs und der Steiermark fiel stellenweise bis zu 70 Prozent weniger Regen. Am Schöckl bei Graz gab es fast gar nix: ein fettes Minus von 87 Prozent.
Dauer-Sonne im Norden und Osten
"Gemittelt über den gesamten Monat war er um 1,0 Grad wärmer als das Klimamittel 1991 bis 2020", sagte Orlik. Außerdem war es extrem sonnig im Land.
Im Flächenmittel schien die Sonne 137 Stunden und damit um 21 Stunden länger als das Klimamittel des Vergleichszeitraumes 1991 bis 2020. Deutlich sonniger war es zuletzt im Jahr 2021 in diesem Monat. Vom Innviertel bis ins Weinviertel sowie im Burgenland und in Teilen der Oststeiermark schien die Sonne um 25 bis 50 Prozent häufiger, wie es laut Geosphere hieß. Im Waldviertel und in Teilen des Weinviertels gab es im Vergleich zu einem durchschnittlichen Oktober sogar um 50 bis 70 Prozent mehr Sonnenschein.
Hoffnungsschimmer November?
Langfristige Modelle für den restlichen November machen leise Hoffnung auf eine Wetter-Wende, da der Monat insgesamt nasser als im Durchschnitt ausfallen könnte. Ob der Regen aber genau die staubtrockenen Krisenregionen im Osten und Süden trifft, kann noch kein Meteorologe versprechen
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