Sieben Drehtage
Ski-Legende überrascht mit neuem ORF-Projekt
Der 53-jährige Salzburger verbrachte kürzlich sieben Tage für Dreharbeiten in Hardegg im Bezirk Hollabrunn, der einwohnertechnisch kleinsten Stadt Österreichs. Zu sehen sein wird die neue Folge der Doku-Reihe "Universum" mit dem Titel "Hermann Maier: Meine Heimat – Der Nationalpark Thayatal" im Herbst im ORF. Die Wälder des Nationalparks auf der österreichischen und tschechischen Seite der Thaya dienten dabei als Kulisse und sorgten bei dem ehemaligen Profisportler für einen spürbaren Tapetenwechsel.
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Geduld als neuer Altersprozess
Während es Hermann Maier im Skisport früher kaum schnell genug gehen konnte und er sich mit vollem Karacho die Pisten hinunterstürzte, verbringt er jetzt geduldig Stunden im Wald für die perfekten Naturbilder, berichtet "noe.ORF.at". "Das ist wahrscheinlich ein Altersprozess. In jüngeren Jahren wäre das auf jeden Fall anders gewesen", erklärte der Ex-Skiprofi über das Aushalten langer Wartezeiten. Mittlerweile genieße er es jedoch, sich anschauen zu können, was sich in der Natur abseits der Pisten abspielt, und werde für seine Ausdauer mit Schönheit belohnt.
Natur ohne viele Eingriffe
Vor allem der geringe Einfluss des Menschen fasziniert den Salzburger. "Dadurch, dass der Mensch hier wenig eingreift und wahrscheinlich der Tourismus auch überschaubarer ist, sieht man, wie wunderschön diese Gegend eigentlich ist – und wie auch noch darauf geschaut wird, dass das erhalten bleibt", verriet Maier gegenüber "noe.ORF.at". Bei den Aufnahmen laufe aber nicht immer alles glatt: "Meistens läuft nicht alles nach dem Schnürchen, bei mir schon gar nicht." Gerade bei Tieraufnahmen sei Improvisation gefragt. "Die Natur gibt einem eh alles vor und darauf gilt es sich so gut es geht einzustellen", fügte er hinzu.
Erinnerungen am Eisernen Vorhang
Zu den Schauplätzen zählte auch die Thayatalbrücke, ein historisch geprägter Ort. Dort, wo einst der Eiserne Vorhang Österreich von Tschechien trennte, erobert sich die Tier- und Pflanzenwelt ihren Raum zurück.
Für Maier ist es "beeindruckend, was sich die Natur unbeeindruckt wieder zurückholt". Mittlerweile sei der Anblick an der Grenze ein schöner, er gab aber zu bedenken, dass es dort früher "auch nicht schöne Anblicke gegeben" habe.
Nach Abschluss der Dreharbeiten ging es für ihn schließlich wieder zurück nach Hause.
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