Starkes Beben am Semmering
Laut Erdbebendienst war es bei dieser Magnitude im Epizentralbereich vereinzelt zu leichten Schäden gekommen.
Das Beben ereignete sich um 1.59 Uhr acht Kilometer südwestlich von Gloggnitz bzw. 15 Kilometer östlich von Mürzzuschlag, wie die GeoSphere Austria mitteilte. Die Herdtiefe betrug lediglich vier Kilometer – deutlich weniger als die für Österreich üblichen acht bis zehn Kilometer, was die spürbaren Auswirkungen verstärkte. Zahlreiche Bebenmeldungen gingen aus dem Osten Niederösterreichs und der Steiermark ein, vereinzelt wurden die Erschütterungen auch in Wien wahrgenommen.
Blick zurück
Die Erschütterungen waren laut Geosphere Austria annähernd so stark wie zuletzt vor mehr als zwei Jahren und wurden teils sogar im Wein- und Waldviertel bemerkt. Bis zum Vormittag gingen mehr als 600 Meldungen und über 20 Schadensmeldungen ein. Für die kommenden zwei Wochen rechnet Seismologe Anton Vogelmann mit rund zehn bis 20 messbaren Nachbeben, von denen aber voraussichtlich nur ein bis zwei tatsächlich spürbar sein werden. Ähnlich starke Beben gab es in der Region zuletzt am 1. Februar 2024 (Stärke 4,6 beim Semmering) sowie 2023 und 2021 im Raum Gloggnitz und Neunkirchen.
Steinschlag und Nachbeben
Durch das Beben kam es konkret zu einem Steinschlag zwischen Schottwien und Breitenstein, die Feuerwehr konnte die Straße mittlerweile wieder freiräumen. Die ursprünglich mit 4,5 angegebene Magnitude wurde nachträglich auf 4,4 korrigiert. Bereits am Freitag folgte ein erstes, kleineres Nachbeben bei Gloggnitz mit Stärke 2,1.
Bekanntes Risikogebiet
Laut GeoSphere Austria zählt das Semmering-Wechsel-Gebiet zu den am stärksten gefährdeten Regionen Österreichs, in der es immer wieder zu Erdbeben kommt. Für die kommenden ein bis zwei Wochen wird mit weiteren, typischerweise bis zu drei Nachbeben gerechnet.
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