Schockschuss

Tauben-Sniper in Krems

Taube sitzt auf einer verschmutzten digitalen Abfahrtsanzeige am Bahnhof.
© zVg
Krems steht Kopf: In der Altstadt hat ein Unbekannter mit einem Gewehr auf eine Taube geschossen – mitten in der laufenden Debatte über die Taubenplage am Bahnhof.
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Das verletzte Tier wurde in einem Innenhof nahe der Fußgängerzone entdeckt und ins Tierheim Krems gebracht.

Wie OE24 berichtet hat, versinkt die Stadt Krems sprichwörtlich im Tauben- und Dohlendreck, der Bahnhofsplatz gleicht einem Vogelklo, die Altstadt stinkt an manchen Tagen zum Himmel. Bahnhofsplatz, Lerchenfeld, Rehberg, Mitterau, Kremser Altstadt – überall dasselbe Bild: Taubenkot, wohin das Auge reicht. Tausende Arbeitnehmer und Schüler müssen täglich durch diesen Dreck.

Röntgenbild bestätigt Verdacht

Tierarzt Ingo Mai stellte eine Schussverletzung fest – vermutlich stammt sie von einem Flobertgewehr. Da der Hof abgeschlossen ist, dürfte der Schuss von dort abgegeben worden sein. Das Tierheim erstattete Anzeige bei Polizei und Amtstierarzt und hofft nun auf Hinweise aus der Bevölkerung.

Politik zeigt sich fassungslos

Tierschutz-Präsidentin Andrea Specht warnt: "Es handelt sich hier um vorsätzliche Tierquälerei, die strafrechtliche Konsequenzen nach sich zieht." Auch FPÖ-Tierschutzstadtrat Christoph Hofbauer reagiert bestürzt: "Wer auf wehrlose Tiere schießt, verliert seine Menschlichkeit." Er mahnt trotz laufender Tauben-Debatte zu Besonnenheit: "Selbstjustiz und rohe Gewalt haben in unserer Stadt keinen Platz."

Fazit: Während die Stadt über die Taubenplage diskutiert, ermittelt jetzt die Polizei wegen Waffengebrauch.

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