Ansturm auf Schloss

Tosender Applaus bei den Schubertiaden 2026

Elisabeth Gürtler und Ildiko Raimondi
Elisabeth Gürtler und Ildiko Raimondi © Schubert Schloss Atzenbrugg
Mit einem ausverkauften Festsaal und tosendem Applaus feierten die Schubertiaden 2026 im Schubert Schloss Atzenbrugg einen fulminanten Saisonstart mit dem Programm "Gesang und Wort".
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Die neue Saison begann mit großem Andrang: Neben dem vollen Festsaal mussten sogar zusätzliche Nebensäale geöffnet werden. Kammersänger Clemens Unterreiner, Pianistin Andrea Linsbauer und Moderator Andreas Láng begeisterten das Publikum mit Werken von Franz Schubert, Robert Schumann und Richard Strauss. Intendantin KS Ildikó Raimondi begrüßte die zahlreichen Gäste, zu denen unter anderem Elisabeth Gürtler und Maria Rauch-Kallat zählten. Das Schubert Schloss Atzenbrugg erhielt zudem eine ganz besondere Anerkennung und wurde als Kulturerbe-Botschafter Niederösterreichs gewürdigt, was die historische Bedeutung des Ortes für die Identität des Bundeslandes unterstreicht.

Ein eingespieltes Trio

Andreas Lang, Andrea Linsbauer, Ildiko Raimondi und Clemens Unterreiner
Andreas Lang, Andrea Linsbauer, Ildiko Raimondi und Clemens Unterreiner © Schubert Schloss Atzenbrugg

Obwohl die drei Kunstschaffenden in dieser Konstellation zum ersten Mal gemeinsam auf der Bühne standen, harmonierten sie perfekt. Das Trio präsentierte ein anspruchsvolles, aber kurzweiliges Programm mit spürbarer Leidenschaft und großer Nähe zum Publikum. Staatsopern-Dramaturg Andreas Láng führte kenntnisreich durch den Nachmittag und lieferte spannende Hintergründe zu den Werken. Er erklärte unter anderem die vielschichtige Symbolik von Schumanns Lied "Die Lotosblume" nach einem Gedicht von Heinrich Heine, das von einer unerfüllten, aber gerade dadurch wunderschönen Liebe handelt. Zudem erinnerte er das Publikum daran, dass die allererste historische Schubertiade einst in der Wiener Wohnung von Franz von Schober stattfand, als Schubert gerade einmal 21 Jahre alt war. In den wenigen verbleibenden Lebensjahren des Komponisten wurden diese Treffen zum künstlerischen und menschlichen Zentrum seines Lebens.

Eine Hymne an die Musik

Clemens Unterreiner
Clemens Unterreiner © Schubert Schloss Atzenbrugg

Ein besonderer emotionaler Höhepunkt des Nachmittags war das berühmte Lied "An die Musik". Für Clemens Unterreiner und Andrea Linsbauer ist das Werk weit mehr als nur ein Text, sondern eine echte Liebeserklärung an ihren Beruf. Die Zeilen "Du holde Kunst, in wieviel grauen Stunden, wo mich des Lebens wilder Kreis umstrickt, hast du mein Herz zu warmer Lieb’ entzunden, hast mich in eine bessre Welt entrückt" bewegen beide zutiefst. Unterreiner nutzte den festlichen Anlass auch, um seiner langjährigen Weggefährtin Ildikó Raimondi zu danken, die ihn schon in seinen ersten Jahren an der Wiener Staatsoper gefördert hat. Der Kammersänger, der selbst als Intendant der Oper Burg Gars tätig ist, hob abschließend das hervorragende Miteinander in der Region hervor: "Es gibt keinerlei Konkurrenzdenken. Gerade im Kulturland Niederösterreich unterstützen wir einander gegenseitig. Ich fühle mich sehr geehrt, die Schubertiaden-Saison eröffnen zu dürfen".

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