Nach 43 Jahren

Udo Jürgens’ Bruder muss Wohnung räumen

Ein Mann im Mantel und blauem Schal steht in einer Galerie vor abstrakter Kunst.
© Getty Images
Bitterer Schlag für Manfred Bockelmann: Der bekannte Maler und Bruder der verstorbenen Musik-Legende Udo Jürgens steht vor den Trümmern seiner Münchner Existenz. Nach stolzen 43 Jahren muss der bald 83-Jährige seine geliebte Wohnung im Stadtteil Schwabing räumen.
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Jahrzehntelang war das Viertel München-Schwabing der Lebensmittelpunkt des bildenden Künstlers. Nun verliert Manfred Bockelmann im hohen Alter sein Zuhause. Wie der Münchner Merkur berichtet, wurde dem Maler wegen Eigenbedarfs gekündigt. Der bald 83-Jährige zeigt sich angesichts des erzwungenen Auszugs zutiefst erschüttert:

“Es ist gnadenlos, so aus der Wohnung zu müssen.”

Manfred Bockelmann

Rückkehr in die alte Heimat Kärnten

Gemeinsam mit seiner Ehefrau Maria plant der Künstler nun den unglücklichen Umzug nach Kärnten in Österreich. Für Bockelmann schließt sich damit ein trauriger Kreis, denn dort verbrachte er einst seine Kindheit an der Seite seines berühmten Bruders Udo Jürgens, der im Jahr 2014 verstarb.

Bockelmann bei der Beerdigung seines Bruders Udo. © Getty Images

Wohnung gesucht

Dennoch stirbt die Hoffnung auf ein erneutes Leben in der bayerischen Landeshauptstadt zuletzt. "Wir hätten gerne wieder eine Wohnung in München, einfach um hier noch einen Platz zu haben", erklärt Bockelmanns Ehefrau Maria wehmütig. Doch die Realität auf dem angespannten Münchner Wohnungsmarkt ist brutal. Auch der Künstler selbst betont, dass die Stadt an der Isar eine immense Bedeutung für ihn habe – doch astronomische Mietpreise machten eine erfolgreiche Wohnungssuche bislang schlichtweg unmöglich.

Zwei Brüder auf eigenen Wegen

Manfred Bockelmann blickt auf eine jahrzehntelange, erfolgreiche Karriere in der Kunstwelt zurück. Trotz der engen familiären Verbindung zum Weltstar Udo Jürgens legten beide Brüder zeit ihres Lebens größten Wert auf ihre berufliche Unabhängigkeit.

  • Berufliche Distanz: Beide wollten unabhängig vom Ruhm des jeweils anderen erfolgreich sein.
  • Eigene Fußabdrücke: Manfred etablierte sich als profilierter bildender Künstler, während Udo die Musikbühnen eroberte.
  • Lebenswerk: Trotz getrennter Karrierewege blieb die tiefe geschwisterliche Verbundenheit bis zu Udos Tod im Jahr 2014 unantastbar.

Nun zwingt das harte Mietrecht den alternden Künstler dazu, seiner Wahlheimat vorerst den Rücken zu kehren.

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