Aktuelle Umfrage
Umfrage: SPÖ stürzt völlig ab - Allzeittief mit nur 16 %
Geht's noch schlimmer? Im Fall der SPÖ und Parteichef Andreas Babler muss man sagen: Ja. Die Ampelparteien ÖVP, SPÖ und NEOS sind umfragemäßig wahrlich nicht verwöhnt - nur die pinke Partei von Beate Meinl-Reisinger hat ihr Wahlergebnis vom September 2024 wenigstens in Sichtweite, ÖVP und SPÖ sind seit Ampelstart weit abgerutscht. In der brandaktuellen Umfrage der Lazarsfeld Gesellschaft für oe24 (2.000 Befragte vom 29. 6 bis 7. 7. 2026, max. Schwankung 2,2 %) erlebt die SPÖ ihr Umfrage-Waterloo - so schlecht lag sie in einer Umfrage noch nie.
Es ist ein rotes Desaster
Wäre am kommenden Sonntag eine Nationalratswahl - Lazarsfeld erwartet in diesem Fall für die SPÖ 16 %. Bisher war das schlechteste Ergebnis 17 % gewesen, doch Sparpakete, wiederholte patscherte Auftritte des Parteichefs und das Fehlen einer überzeugenden Zukunftsperspektive lassen die einst so stolze Kanzlerpartei in Regionen absinken, die bisher eher Grünen oder NEOS vorbehalten waren.
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ÖVP geht es ebenfalls schlecht
Doch auch die Kanzlerpartei hat keinen Grund zur Schadenfreude. Mit Christian Stocker liegt die ÖVP derzeit bei 19 %, also unter der psychologisch so wichtigen 20-%-Marke. Dass da der Generalsekretär ausgetauscht wurde und Markus Gstöttner neuen Wind bringen soll, scheint nur logisch zu sein.
Nur die NEOS sind bisher nicht völlig abgestürzt, ja mit 8 % liegen sie zwar unter dem Wahlergebnis (9 Prozent) - dieses bleibt aber wenigstens in Reichweite.
Die Umfrage der Woche mit Wolfgang Fellner & Werner Beutelmeyer
© oe24
Auf Platz 1 hat sich indes nichts geändert. Die FPÖ mit Herbert Kickl thront weiter bei 37 %, das ist zwar ein Minus zur Vorwoche - die Blauen sind aber damit stärker als ÖVP und SPÖ zusammen, die es zusammen nur auf 35 % brächten. Und auch dass die Grünen stabil mit 12 % vor den NEOS liegen, ist gleich geblieben.
Kahr-Sieg in Graz bringt KPÖ Rückenwind
Der Sieg der kommunistischen Bürgermeisterin Elke Kahr in Graz verschafft indes der KPÖ Rückenwind, wenngleich es eher ein Lüfterl ist, sie kommt aktuell auf 4 % und wäre damit knapp im Parlament. Ein erneuter Tiefschlag für Babler, der ja angetreten ist, seine Partei nach links abzudichten.
Mehrheit wäre futsch
Was würde ein solches Wahlergebnis für Mehrheiten bringen? Eines ist klar: Die Ampelkoalition hätte mit nur 82 Mandaten im Nationalrat keine Mehrheit mehr. Ginge eine Wahl so aus, wären das 28 (!) Sitze weniger als bei der Wahl 2024.
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