Anti-Aging
Vorsicht! Darum sollten Sie schon beim Flug nicht auf Sonnencreme verzichten
Koffer eingecheckt, Sitzplatz am Fenster gesichert und der Urlaub kann beginnen? Bevor Sie entspannt Richtung Sonne fliegen, sollten Sie noch einen Schritt erledigen, den viele vergessen: Sonnencreme auftragen. Denn was kaum jemand weiß: Im Flugzeug ist Ihre Haut einer überraschend hohen UV-Belastung ausgesetzt, selbst dann, wenn draußen Wolken zu sehen sind oder Sie gar keinen Sonnenbrand bemerken.
Der Fensterplatz wird zur UV-Falle
In einer Reiseflughöhe von rund 9.000 bis 10.000 Metern ist die Atmosphäre deutlich dünner als am Boden. Dadurch gelangt mehr UV-Strahlung bis zum Flugzeug. Zwar blockieren die Fensterscheiben den Großteil der UV-B-Strahlen, die für Sonnenbrand verantwortlich sind. UV-A-Strahlen dringen jedoch weitgehend durch das Fenster – und genau sie gelten als Hauptverursacher von vorzeitiger Hautalterung.
Unsichtbarer Falten-Booster
Das Tückische: UV-A-Strahlen verursachen meist keinen Sonnenbrand. Stattdessen dringen sie tief in die Haut ein, greifen Kollagenfasern an und können langfristig Falten, Pigmentflecken und eine vorzeitige Hautalterung begünstigen. Auch das Risiko für Hautkrebs kann durch eine hohe UV-A-Belastung steigen. Gerade deshalb unterschätzen viele die Gefahr, denn sichtbare Warnsignale bleiben oft aus.
Eine Stunde Flug kann schon reichen
Wie intensiv die Belastung tatsächlich ist, zeigt eine Studie aus dem Jahr 2015, die im Fachjournal JAMA Dermatology veröffentlicht wurde. Demnach kann eine Stunde Flug in rund 9.000 Metern Höhe in etwa einer 20-minütigen Solarium-Sitzung hinsichtlich der UV-A-Belastung entsprechen. Besonders Vielflieger sowie Pilot und Flugbegleiter sind deshalb einem erhöhten Risiko ausgesetzt.
So schützen Sie Ihre Haut
Die gute Nachricht: Der Schutz ist denkbar einfach. Tragen Sie die Sonnencreme am besten noch vor dem Boarding auf und achten Sie auf:
- Lichtschutzfaktor 30 oder höher
- einen Breitband-Sonnenschutz gegen UV-A- und UV-B-Strahlen
- eine leichte Textur, die angenehm auf der Haut bleibt
Bei Langstreckenflügen von mehr als vier Stunden empfiehlt es sich außerdem, vor allem Gesicht, Hände und Dekolleté einmal nachzucremen, besonders dann, wenn Sie am Fenster sitzen.
Auch über den Wolken gilt: Sonnenschutz nicht vergessen
Viele denken erst am Strand an Sonnencreme. Tatsächlich beginnt der UV-Schutz aber schon deutlich früher, nämlich direkt nach dem Einsteigen. Wer seine Haut auch im Flugzeug schützt, startet nicht nur entspannt, sondern auch mit einem Plus für die Hautgesundheit in den Urlaub.
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