55 Einsätze im Juli

Wespen sorgen für Rekord an Rettungseinsätzen in OÖ

Makroaufnahme einer Wespe mit gelb-schwarzer Zeichnung auf ihrem Körper.
© Apa
Auch in den Krankenhäusern werden deutlich mehr Patienten behandelt als im Vorjahr.
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OÖ. Die außergewöhnlich starke Wespensaison sorgt in Oberösterreich für einen deutlichen Anstieg der Rettungseinsätze. Allein im Juli musste das Rote Kreuz 55-mal wegen Insektenstichen ausrücken. Im Vergleichsmonat des Vorjahres waren es lediglich fünf Einsätze. Vor allem für Allergiker können Wespenstiche lebensbedrohlich werden.

Deutlich mehr Patienten in Krankenhäusern

Auch die Krankenhäuser behandeln derzeit deutlich mehr Patientinnen und Patienten. Laut dem Salzkammergut Klinikum Vöcklabruck werden vor allem Menschen mit schweren allergischen Reaktionen eingeliefert. Doch auch Nicht-Allergiker benötigen nach Wespenstichen mitunter notärztliche Hilfe, wenn starke Schwellungen auftreten.

Nicht jeder Stich ist allerdings ein Notfall. Bei örtlichen Schwellungen reicht es meist aus, die betroffene Stelle zu kühlen. Kritisch wird es, wenn Schwellungen im Bereich der Atemwege auftreten oder Atemnot einsetzt. In solchen Fällen sollte umgehend die Rettung verständigt werden. Bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte empfehlen Experten, den Hals zu kühlen, Eis zu lutschen und Betroffene mit erhöhtem Oberkörper zu lagern.

Warmes und trockenes Wetter verantwortlich

Als Ursache für die hohe Zahl an Wespen gilt das warme und trockene Wetter. Dadurch konnten sich die Insekten besonders gut entwickeln. Da sie derzeit verstärkt auf Nahrungssuche sind, kommt es häufiger zu Begegnungen mit Menschen. Experten raten, ruhig zu bleiben und nicht nach Wespen zu schlagen, da sie meist nur stechen, wenn sie sich bedroht fühlen.

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