Dubai-Börse stürzte ab

Dubai World will Auslands-Assets abstoßen

Das hoch verschuldete Emirat Dubai kommt nicht zur Ruhe. Kurz vor Gesprächen über eine Umschuldung der Verbindlichkeiten der staatlichen Firma Dubai World signalisierte die Regierung erneut, dass sie dem Staatskonzern nicht mit Geld aus dem öffentlichen Säckel beispringen wird. Das Unternehmen wird versuchen, durch den Verkauf ausländischer Vermögenswerte an Geld zu kommen.

Dies betreffe aber Anteile von Dubai World, nicht der Regierung, so Abdulrahman al-Saleh, Finanzchef des Emirats. Der Aktienmarkt in Dubai brach daraufhin ein.

"Das Unternehmen hält ausländische Beteiligungen und hat in Immobilien im Ausland investiert. Es gibt nichts, was einen Verkauf dieser Vermögenswerte verhindern könnte", sagte der oberste Vermögensverwalter des arabischen Landes.

Dubai World hatte seine Gläubiger am 25.11. für einen Teil seiner Schulden um Zahlungsaufschub gebeten und damit die Finanzmärkte weltweit belastet. Viele Anleger fürchteten den Ausfall eines Großteils der Schulden des einstigen Boom-Emirats von insgesamt geschätzten 80 Mrd. Dollar.