Griechenlands Premier ist skeptisch

50 Milliarden fehlen

Griechen
 gefährden
 ganz Europa

Troika prüft nun Athen - 50 Milliarden fehlen.

Für Griechenland schlägt (wieder einmal) die Stunde der Wahrheit. Kontrolleure des Internationalen Währungsfonds (IWF), der Europäischen Zentralbank (EZB) und der EU-Kommission prüfen seit Dienstag die Reformfortschritte. Und die sind kümmerlich. Weder Einsparungen noch Reformen wurden umgesetzt.

Mindestens 50 Milliarden Euro werden noch gebraucht, nachdem die Griechen bereits zwei EU-Geldspritzen in Höhe von 230 Milliarden bekommen haben. Athen droht damit die Rote Karte in der Euro-Zone, ein Ausscheiden wird wahrscheinlich.

„Der Austritt hat seinen Schrecken verloren“, verkündete bereits der deutsche Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) und handelte sich prompt mächtigen Ärger mit Athen ein. „Ich sage es offiziell: Es handelt sich dabei um Untergraber unserer nationalen Bemühungen“, schimpfte Griechen-Premier Antonis Samaras den Deutschen. Er wisse nicht, ob dies „bewusst oder aus Dummheit“ geschehe. Athen wolle jedenfalls im Euro-Raum bleiben.

Faymann warnt vor einem
 Euro-Aus für Griechenland
Die österreichische Bundesregierung hält den Ball (noch) flach. Wenn ein Land aus der Euro-Zone ausscheide, habe das Nachteile für alle, warnte Kanzler Werner Faymann: „Es gibt Dinge im Leben, die wünscht man sich nicht, und das gehört dazu.“

Auch für Finanzministerin Maria Fekter ist der Euro-Austritt Griechenlands nicht fix: Aber ohne Reformen gebe es kein Geld.

Griechen-Pleite würde jeden 912 Euro kosten
Ein plötzlicher Euro-Austritt Griechenlands käme Österreich teuer. Haftungen und Kreditausfälle würden Österreich 4,7 Milliarden kosten.

Dazu kämen Abschreibungen der Europäischen Zentralbank auf Griechen-Anleihen, von denen Österreich anteilig noch einmal drei Milliarden schultern müsste: Macht in Summe rund 7,7 Milliarden Euro. Jeder Österreicher müsste somit 912 Euro für die Pleite-Griechen blechen.

Für Finanzministerin Maria Fekter wird ein Austritt Griechenlands aus dem Euro „derzeit nicht diskutiert“. Allerdings gebe es ohne „Schuldentragfähigkeit“ kein Geld.

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