Wall Street

Weltweites Kursbeben

Wiener Börse stürzt ab, Verluste in Asien

Kein Ende der Aktien-Verluste - Politik-Bemühungen umsonst.

Die ganze Welt hatte Angst vor einer neuen globalen Rezession. So viele Menschen wie noch nie blickten den ganzen Tag auf die Kurse der Weltbörsen. Denn: Fast alle erwarteten einen wahren „Schwarzen Montag“, einen Mega-Crash der Wirtschaft.

Wieder werden Milliarden an den Börsen weltweit verbrannt. Die angekündigte Talfahrt geht auch am Dienstag weiter. Die Börsen in Asien stürzen ebenfalls ab.

Hintergrund: Am Freitag, nach Börse-Schluss in New York, verkündete die Rating-Agentur Standard & Poors, dass die Kreditwürdigkeit der USA herabgesetzt wurde. Die Panik vor einer drohenden Rezession war wieder da. Es war ein Alarmsignal. Experten sahen einen gigantischen Börsen-Krach kommen.

Montag war Tag der Wahrheit
Die Börsen sperrten nach dem Wochenende wieder auf. Die Börsen der Welt waren mit TV-Teams besetzt, die Zeugen des finanziellen Untergangs sein wollten. Ein begehrtes Bild: Betende Banker, die zitternd am Arbeitsplatz erschienen.

Am Vormittag waren einige Börsen sogar im Plus
Ganz so schlimm kam es dann doch nicht, die ganz großen Panik-Verkäufe blieben vorerst aus. Dennoch fielen die Verluste durchaus dramatisch aus.

Montag Früh sah es kurzfristig danach aus, dass die Welt mit einem blauen Auge davongekommen wäre: Die asiatischen Börsen eröffneten vielfach „stabilisiert“ bei ungefähr zwei Prozent minus. Finanz-Experten erschien das wie die Erlösung, nachdem Staatsmänner weltweit (Obama, Merkel, Sarkozy ...) über das gesamte Wochenende versucht hatten, vertrauenserweckende Aktionen zu setzen.

Am Vormittag gab es sogar die ersten lachenden Broker: Frankfurt rutschte ins Plus, Mailand gar +4 Prozent.

Am Abend drehten alle Börsen ins tiefe Minus
Doch dann begann dennoch der tiefe Fall – die Anleger waren extrem verunsichert. Der österreichische Leit-Index ATX rasselte am kräftigsten runter. Bilanz nach Börsenschluss: -6,1 Prozent . Bereits in der Vorwoche waren die Verluste in Wien die größten im internationalen Vergleich.

Dem wichtigen deutschen DAX-Index ging es kaum besser: Minus 5,02 Prozent. Und dann blickten alle nervös Richtung New York. Dort ging es schlimmer als am Freitag weiter. Am Ende verlor der Dow Jones über 630 Punkte –ein Minus von 5,5 Prozent. Eine trotzige Rede von US-Präsident Barack Obama („Wir waren immer ein Triple-A-Land, wir werden immer eines bleiben“) verschlimmerte den Absturz nur, der sich dann auch in Asien fortsetzte.

Verluste auch in Asien
Verunsicherte Investoren haben am Dienstag in Asien erneut Aktien im großen Stil über Bord geworfen. Die Fernost-Börsen gaben auf breiter Front nach und verloren im Handelsverlauf zum Teil bis zu neun Prozent.

An der Tokioter Börse verlor der Nikkei-Index der 225 führenden Werte 1,7 Prozent unter die psychologisch wichtige 9.000er-Marke auf 8.944 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index ging mit einem Minus von 1,6 Prozent auf 770 Zähler aus dem Handel. Der Markt in Hongkong fiel um mehr als drei Prozent. Die südkoreanische Börse in Seoul rutschte 3,6 Prozent ab. Der australische Markt in Sydney drehte im Verlauf ins Plus und legte leicht zu. Der chinesische Leitindex in Shanghai tendierte mit einem minimalen Verlust.

Investoren unter Schock

Der weltweite Börsencrash hat Wien besonders heftig erwischt.

Nur noch knapp über 2.100 Punkten lag der Wiener Leitindex ATX gestern am Montag zwischenzeitlich an der Wiener Börse, bevor er sein Minus gegen Börsenschluss noch leicht verringern konnte. Doch auch gestern gab der heimische Leitindex der 20 wichtigsten in Wien gehandelten Aktien nochmals um über sechs Prozent nach. Mit den Verlusten aus der Vorwoche haben die ­Aktien insgesamt durchschnittlich rund 17 Prozent ihres Wertes verloren.

Kapitalisierung reduzierte sich um Hunderte Millionen
In Zahlen ausgedrückt geht es dabei um gewaltige Summen. So hat beispielsweise der größte heimische Baukonzern Strabag seit 1. August knapp über zehn Prozent seines Börsenwertes verloren. Betrug die Marktkapitalisierung vor einer Woche noch rund 2,28 Milliarden Euro, so lag sie gestern nur mehr bei rund 2,04 Milliarden Euro, ein Verlust von fast einer Viertelmilliarde. Das bekommt auch Hans Peter Haselsteiner, Strabag-Chef und mit seiner Familie Dritteleigentümer des Konzerns, zu spüren. Sein Aktienvermögen büßte in einer Woche rund 81 Millionen Euro an Wert ein.

lnvestoren erlebten heftige Wertverluste ihrer Anteile
Heftig erwischt wurde auch Investor Martin Schlaff, dem 30 Prozent des Feuerfest-Konzerns RHI zugerechnet werden. Der Kurs der Aktie verlor rund 20 Prozent, der Börsenwert von RHI reduzierte sich damit um rund 161 Mio. Euro auf 618 Mio. Euro. Martin Schlaff verlor damit in einer Woche rund 48 Millionen Euro seines RHI-Ak­tienvermögens.

Einen heftigen Vermögenseinbruch erlebte auch Wolfgang Leitner, Vorstandschef und Hauptaktionär des heimischen Anlagenbauers Andritz. Das Vorzeigeunternehmen erlitt beim Aktienkurs ein Minus von rund 22 Prozent, die Marktkapitalisierung sackte von 3,73 Milliarden Euro auf rund 2,85 Milliarden Euro ab, 880 Millionen Euro weniger. Für den 26 %-Anteil Leitners somit ein Buchwertminus von knapp 229 Millionen Euro.

Börsechef Schaller hält das Minus für stark übertrieben
Heinrich Schaller, gemeinsam mit Michael Buhl Chef der Wiener Börse, hofft auf eine rasche Beruhigung der Märkte. Dass Wien besonders hart getroffen wurde, sei in der aktuellen Krisensituation nicht ungewöhnlich. Kleinere Handelsplätze seien üblicherweise stärker im Minus, würden sich aber anschließend auch rascher wieder erholen, so Schaller im Gespräch mit ÖSTERREICH. Die heimischen Börsenfirmen seien großteils mit sehr soliden Fundamentaldaten ausgestattet, ein Minus in diesem Ausmaß deswegen übertrieben. Die Stimmung für Börsengänge sei aber im Keller.

EZB: Hilfe für Italien, Spanien

Jetzt ist jedes Mittel recht, um die Welt-Wirtschaft zu retten. Die EZB kaufte um 75 Milliarden Euro Anleihen, um Märkte zu beruhigen.

Neben der Rating-Abstufung der USA sind die Finanz-Miseren von Italien und Spanien die größten Sorgenkinder für die Weltwirtschaft. Sollten diese Länder krachen (dritt- und viert-größte Volkswirtschaften der Eurozone), droht eine wahre Rezession.

Gestern schaltete sich die Europäische Zentralbank (EZB) ein: Man entschied, Staatsanleihen aus Italien und Spanien zu kaufen (um 75 Mrd. €). Damit sollte das Vertrauen in die Länder wieder steigen.

Verraten hat diese Pläne der französische Finanzminister Francois Baroin im Radio. Die Nachricht war gut platziert: Kurz vor dem europäischen Börse-Start. Mit dieser Information wollten die Politiker die Angst der Händler vor dem Börsen-Crash mindern.

Baroin: „Die Sparpläne der Länder führen in der EZB zu der Einschätzung, dass es legitim sei, beiden Ländern zu helfen.“

Der Plan ging nicht ganz auf: Nach einem schlechten Start an Europas Handelsplätzen sah es zunächst gut aus. In Frankfurt drehte der DAX ins Plus, Mailand konnte sogar ein Plus von 4 % vorweisen. Doch dann nahm die Angst der Händler wieder Überhand. Die Börsen krachten. Der Plan der EU war umsonst

Othmar Karas (ÖVP): „EU-weite Steuer-Politik“

ÖSTERREICH: Wie kommen wir aus der Krise?
Othmar Karas: Wir brauchen endlich eine Europa-weite Budget- und Steuerpolitik. Was notwendig ist, ist eine Weiterentwicklung von der Europäischen Union zu den Vereinigten Staaten von Europa!

ÖSTERREICH: Mit einem EU-Finanzminister?
Karas: So ist es. Das ist eine Entwicklung, die längst schon hätte erfolgen müssen. Wir helfen Griechenland, wir helfen Portugal – dabei müsste man dem Euro helfen: Dazu gehört die Schaffung einer gemeinsamen Steuerpolitik, der Ausbau des Euro-Rettungsschirms zu einem viel besser dotierten Europäischen Währungsfonds und die Schaffung EU-weiter Staatspapiere, den Eurobonds.

scg, pom, Frank Placke

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Das Bekenntnis der G-7-Staaten, die Finanzmärkte stabilisieren zu wollen, und Spekulationen auf Anleihekäufe der Europäischen Zentralbank (EZB) verhinderten zum Börsenstart größere Kursverluste. Zu Mittag drehten allerdings die Europäischen Leitbörsen mehrheitlich ins Minus. Der Wiener ATX verlor bis zum Handelsschluss mehr als 6 Prozent.

22.18 Uhr: Der Dow Jones Industrial Index sackte um 634,76 Einheiten oder 5,55 Prozent auf 10.809,85 Zähler ein. Der 500 ausgewählte US-Unternehmen fassende S&P-500 Index rasselte um 79,92 Punkte (minus 6,66 Prozent) auf 1.119,46 Zähler in die Tiefe. Der Technologieindex Nasdaq Composite Index rutschte um 174,72 Einheiten oder 6,90 Prozent auf 2.357,69 Zähler ab.

22.04 Uhr: Die US-Börsen schließen mit massiven Verlusten. Der Dow Jones rutscht um mehr als 5 % ab. Die Kurse von US-Staatsanleihen haben dagegen trotz der Abstufung der Kreditwürdigkeit der USA durch S&P Kursgewinne verzeichnet.

21.20 Uhr: An der Wall Street erfasste die Verkaufswelle Aktien aus allen Branchen. Massiv unter die Räder kamen einige Finanzwerte. Bank of America-Papiere brachen um mehr als 17 Prozent ein. Citigroup-Titel rutschten um 15,5 Prozent ab.

20.39 Uhr: Wall Street - Keine Entspannung nach Obama-Rede
Der Dow Jones rasselte gegen 20.25 Uhr (MESZ) um 4,72 Prozent oder massive 539,85 Punkte auf 10.904,76 Zähler nach unten und rutschte damit deutlich unter die psychologisch wichtige 11.000-Punkte-Marke.

20.27 Uhr: In seiner TV-Rede sagte US-Präsident Barack Obama : "Die USA werden immer ein AAA-Land sein." Die Kursrutsche zwängen jedoch zum raschen Handeln. Die Probleme seien lösbar, doch es fehle derzeit am "politischen Willen" in Washington.

© AP
Barack Obama Rede

20.04 Uhr: EZB-Präsident Jean-Claude Trichet verteidigt die jüngsten Anleihen-Käufe europäischer Notenbanken. Trichet sagte dem ZDF laut Übersetzung des Senders: "Wir haben beobachtet, dass unsere Entscheidungen in der Euro-Zone nicht angekommen sind. Deshalb haben wir entschieden, von unseren Regeln in der Geldpolitik abzuweichen."

19.48 Uhr: Bis 19.25 Uhr rasselte der Dow Jones Industrial Index 326,88 Zähler oder 2,86 % auf 11.117,73 Einheiten in die Tiefe. "Eine Abstufung durch S&P ist zwar erwartet worden, aber dass es so schnell kommt, hat geschockt", sagte ein Aktienexperte.

19.23 Uhr: Die Sorge vor einer Eskalation der Schuldenkrise trieb den Preis für eine Feinunze (etwa 31 Gramm) Gold erstmals über die Marke von 1.700 US-Dollar auf ein neues Rekordhoch bei 1.715,01 Dollar.

18.57 Uhr: Die Ratingagentur Moody's beurteilt die Sparanstrengungen der USA skeptisch und hält eine Herabstufung vor dem Jahr 2013 für möglich. Es gebe Zweifel, dass die jetzt vom Kongress beschlossenen Haushaltskürzungen von 917 Mrd. Dollar (645 Mrd. Euro) langfristig durchzusetzen seien.

18.36 Uhr: Schlechter Tag für Europas Leitbörsen - der Euro-Stoxx-50-Index verlor 3,72 Prozent auf 2.286,91 Zähler. Ein Branchenvergleich in Europa zeigt alle Sektoren im roten Bereich.

© APA
Börsenverluste Grafik

18.33 Uhr: Der deutsche DAX sackte am Ende um 5,02 % auf 5.923,27 Punkte ab. Angesichts der von der Ratingagentur S&P abgestuften Kreditwürdigkeit der USA trennten sich viele Anleger weiterhin von ihren riskanten Anlagen, der Goldpreis dagegen setzte zu einer rasanten Rekordjagd an.

18.16 Uhr: Auch Nordeuropas Börsen reihten sich in den allgemeinen Börsentrend ein. Am schlimmsten erwischte es die Osloer Börse mit minus 5,65 Prozent. Erheblich waren die Verluste auch an den Börsen in Stockholm (-4,82 Prozent) und in Helsinki (-4,20 Prozent).

17.54 Uhr: US-Präsident Barack Obama kündigte eine kurzfristige Erklärung zur Wirtschaft an. Er will um 19 Uhr MESZ im Fernsehen eine Stellungnahme abgeben.

17.49 Uhr: Börsenschluss in Wien: Der ATX stürzte gegenüber dem Freitag-Schluss (2.266,35) um 138,37 Punkte oder 6,11 Prozent auf 2.127,98 Zähler ab und befindet sich somit schon in einer neun Tage andauernden Verlustserie. Gegenüber Ultimo 2010 liegt der ATX per heute 776,49 Punkte oder 26,73 Prozent im Minus.

17.41 Uhr: Um 17.30 Uhr, zu Ende der Börsensitzung in Wien, hielt der ATX bei 2.144,32 Punkten - das ist ein Minus von 5,38 Prozent.

17.23 Uhr: Die rasante Talfahrt des ATX scheint sich abzuschwächen:

© Wiener Börse
ATX Chart

17.18 Uhr: Die Prager Börse ist mit massiven Verlusten aus dem Handel gegangen. Der Leitindex PX rasselte um 5,95 Prozent in die Tiefe. In Prag konnte kein Titel ein positives Vorzeichen aufweisen.

17.05 Uhr: Der ATX verliert weiter an Boden. Der Index rutschte zwischenzeitlich bis zu sechs Prozent ab.

16.51 Uhr: An der Wiener Börse brachen unter den Einzelwerten voestalpine um knapp zehn Prozent ein. Wienerberger büßten knapp acht Prozent an Wert ein und Strabag bauten einen satten Verlust von sieben Prozent. Außerdem gerieten Immofinanz mit einem Minus von fast acht Prozent unter gehörigen Abgabedruck.

16.45 Uhr: Der DAX in Frankfurt rutschte um 4,8 % auf 5.936,68 Zähler ab und notiert unter der psychologisch wichtigen Marke von 6.000 Punkten.

© boerse-frankfurt.de
DAX-Kurschart

16.35 Uhr: Die Anleihen-Stüzungskäufe der EZB für die Schuldenstaaten Italien und  Spanien sind für den Chefökonom des Ifo-Instituts, Kai Carstensen, ein "falsches Signal". Die EZB hat nach Schätzung von Händlern am Montag für mehrere Milliarden Euro italienische und spanische Anleihen gekauft. Die Kauforders seien in Paketen zu 20 bis 25 Mio. Euro über sehr viele Händler platziert worden, hieß es. Es gab Schätzungen, wonach die Zentralbank bis zu 2 Mrd. Euro in die Hand genommen habe. Einige Marktteilnehmer gingen sogar von bis zu 5 Mrd. Euro aus.

16.28 Uhr: Der Wiener ATX rutscht im Handelsverlauf weiter ab. Der Index verliert mehr als 5 %.

© Wiener Börse
ATX-Kurschart

16:17 Uhr: Dennoch präsentierte sich die New Yorker Aktienbörse hat sich am Montag kurz nach Handelsbeginn mit klar tieferen Notierungen. Der Dow Jones Industrial Index verlor 187,85 Einheiten oder 1,64 Prozent auf 11.256,76 Zähler. Der S&P-500 Index rutschte 24,05 Punkte oder 2,01 Prozent auf 1.175,33 Zähler ab. Der Nasdaq Composite Index verschlechterte sich um 53,65 Punkte (minus 2,12 Prozent) auf 2.478,76 Einheiten.

16:06 Uhr: Auch an der Wall Street bleiben in den ersten Handelsminuten Panikverkäufe aus, die Unsicherheit bleibt dennoch.

15:47 Uhr: Die USA hinken nach Ansicht von S&P den Staaten der Eurozone bei der Haushaltskonsolidierung merklich hinterher. Die Europäer hätten im Unterschied zu den USA damit bereits nach der Finanzkrise begonnen, sagte S&P-Experte David Beers. Beers bekräftigte, die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Herabstufung der USA in den nächsten sechs bis 24 Monaten belaufe sich auf eins zu drei.

15:28 Uhr:

© oe24
ATX

15:01 Uhr: Nach der Abstufung der Kreditwürdigkeit der USA durch die Ratingagentur Standard & Poors (S&P) werden die US-Börsen am Montag im Minus erwartet. Der Future auf den Dow Jones Industrial lag etwa eine Stunde vor dem Handelsstart mit 1,84 Prozent im Minus.

14:59 Uhr: Der DAX in Frankfurt sackte um 2,14 Prozent auf 6.102,51 Zähler ab.

14:43 Uhr: Die Wiener Börse präsentiert sich im Verlauf in einem Wellental. Der ATX stand massiv unter Druck und rutschte zeitweise um 3,35 Prozent auf 2.190,37 Einheiten ab.

14:11 Uhr: Der Ölpreis hat wesentlich leichter gegenüber dem Vortag tendiert. Ein Barrel (159 Liter) der US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung kostete im September 83,54 Dollar und damit 3,84 Prozent weniger als am Freitag. Der Future auf ein Barrel der Nordseesorte Brent wurde mit 105,76 Dollar gehandelt.

14:00 Uhr: Die Wiener Börse hat sich ganz leicht erholt: Um 14 Uhr notierte der ATX bei 2.190,18 Punkten, das ist ein Minus von 3,39 Prozent.

13:29 Uhr: Der deutsche Rentenmarkt hat am Montag zur Kasse schwächer tendiert. Die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere sei auf 2,15 (Freitag: 2,11) Prozent gestiegen, teilte die Deutsche Bundesbank mit.

13:22 Uhr: 
Die von der Europäischen Zentralbank (EZB) signalisierten Käufe italienischer und spanischer Staatsanleihen haben am Montag eine durchschlagende Wirkung erzielt. Die Rendite zehnjähriger italienischer Anleihen fiel um 0,75 Prozentpunkte auf 5,533 Prozent. Entsprechende spanische Papiere gingen um 0,81 Punkte auf 5,221 Prozent zurück.

13:00 Uhr:
Schwere Verluste meldet die Börse in Athen: Der Kurs des griechischen Leitindex rutschte um 4,8 Prozent auf ein Rekord-Tief seit Mitte der Neunzigerjahre.

12:55 Uhr:
Italien und Spanien haben nach Einschätzung der EU-Kommission trotz der aktuellen Finanzmarktturbulenzen und der sich ausweitenden Schuldenkrise keine Finanzhilfe der EU nötig. Ein Kommissionssprecher sagte am Montag in Brüssel, beide Länder hätten Maßnahmen zur Budgetkonsolidierung gesetzt. "Wir vertrauen darauf, dass das genug ist."

12:40 Uhr:
Auch der DAX ist zu Mittag ins Minus gerutscht. Der deutsche Leitindex notierte um 2,5 Prozent tiefer.

© Reuters
DAX


12:30 Uhr:
Der Wiener Rentenmarkt hat sich heute, Montag, im Verlauf ohne klare Richtung präsentiert: Heute um 11:40 Uhr notierte der marktbestimmende September-Kontrakt des Euro-Bund-Future an der Eurex Deutschland in Frankfurt mit 132,08 um 28 Ticks unter dem letzten Settlement von 132,36. Die Rendite der 27-jährigen heimischen Bundesanleihe lag heute früh bei 3,56 (zuletzt: 3,64) Prozent mit 12,00 Basispunkten (BP) unter und die letzte zehnjährige Bundesanleihe rentiert mit 2,91 (2,91) Prozent 12,00 BP unter jener der vergleichbaren europäischen Benchmark.

12:10 Uhr:
Nach einer leichten Erholung ist die Wiener Börse zu Mittag wieder klar ins Minus gerutscht: Der ATX notierte um 12 Uhr bei 2182,32 Zählern, das ist ein Minus von 3,71 Prozent.

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Wiener Börse stürzt ab, Verluste in Asien


12:00 Uhr:
Die Schuldenkrise in der Eurozone hat das Vertrauen der professionellen Anleger in die konjunkturelle Entwicklung erschüttert. Der am Montag veröffentlichte Sentix-Index sackte im August auf minus 13,5 Zähler von plus 5,3 Punkten im Juli ab. "Der Abschlag von 18,8 Indexpunkten ist historisch hoch", sagte Sentix-Geschäftsführer Patrick Hussy. Die Investoren bewerteten sowohl die Lage als auch die Aussichten für die kommenden Monate schlechter als zuletzt.

11:48 Uhr:
Die Leitbörsen in Fernost haben am Montag einheitlich deutliche Abschläge verbuchen müssen. Neben der Herabstufung der Kreditwürdigkeit der USA drückten nach Einschätzung von Händlern vor allem die anhaltenden Sorgen über die Schuldenkrise in Europa die Kurse in den Keller.

11:31 Uhr:
Der Euro zeigte sich gegenüber dem US-Dollar am späten Montagvormittag im europäischen Devisenhandel deutlich fester gegenüber dem Richtkurs der EZB vom Freitag und wenig bewegt gegenüber dem Niveau von heute in der Früh. Gegen Pfund und Yen verlor der Euro am Vormittag etwas an Terrain, mehr als einen Euro-Cent tiefer notierte die Gemeinschaftswährung gegenüber dem Franken.

Währung        11.00 Uhr    heute 9.00 Uhr  Richtkurs Vortag
 US-Dollar         1,4339       1,4367               1,4155
 Brit.Pfund          0,8733       0,8740                0,8690
 Schw.Franken 1,0872       1,0985               1,0847
 Japan.Yen        111,51       111,85                111,25


11:00 Uhr:
In Wien sackte der ATX zur Eröffnung um 2,3 Prozent ab , das Minus verringerte sich aber bis 11 Uhr auf 1,8 Prozent.

© oe24
Wiener Börse stürzt ab, Verluste in Asien


10:55 Uhr:
Der deutsche Leitindex Dax fiel zur Eröffnung um bis zu einem Prozent, machte das Minus aber innerhalb der ersten Handelsstunde wieder wett. Zuletzt notierte der deutsche Leitindex 0,4 Prozent höher bei 6262 Punkten, nachdem er in der vergangenen Woche insgesamt um rund 13 Prozent gefallen war.

10:25 Uhr:
Der DAX in Frankfurt verliert 0,11 Prozent auf 6.229,50 Zähler, hatte jedoch im frühen Handel sogar schon in die Gewinnzone gedreht. Der Euro-Stoxx-50 konnte einen Gewinn von 1,42 Prozent auf 2.408,83 Einheiten einfahren.

10:20 Uhr:
Die Wiener Börse hat sich am Montag im frühen Handel nach einer sehr schwachen Eröffnung rasch zurückgekämpft. Bis 9.45 Uhr sank der ATX moderat um 0,28 Prozent auf 2.259,96 Einheiten. Sein vorläufiges Tagestief erreichte der heimische Leitindex gegen 9.05 Uhr bei 2.191,29 Punkten, das entsprach einem Minus von 3,31 Prozent.

09:55 Uhr:
Die Frankfurter Aktienbörse hat sich am Montag im frühen Geschäft nach der Abstufung der Kreditwürdigkeit der USA vom Wochenende mit etwas festeren Kursen gezeigt. Der DAX gewann bis 9.45 Uhr 21,74 Einheiten oder 0,35 Prozent auf 6.257,90 Zähler. Auch der ATX erholt sich nach den Eröffnungsverlusten.

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ATX


09:45 Uhr:
Der Euro zeigte sich am Montag in der Früh im europäischen Devisenhandel mehr als zwei Euro-Cent fester gegenüber dem US-Dollar-Richtkurs der EZB vom Freitag und höher gegenüber dem späten Devisengeschäft in New York. Auch gegenüber den anderen Leitwährungen konnte der Euro an Terrain gewinnen. Im asiatischen Geschäft pendelte der Euro zwischen 1,4289 und 1,4402 US-Dollar. Im europäischen Frühhandel tendierte er zuletzt etwas fester bei etwas unter 1,44 US-Dollar.

09:42 Uhr:
Nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) beschlossen hat, spanische und italienische Staatsanleihen zu kaufen, hat die Mailänder Börse zu Verhandlungsbeginn am Montag ein kräftiges Wachstum gemeldet. Der FTSE Mib-Index verzeichnete zu Handelsbeginn ein Plus von 3,7 Prozent. In den vergangenen Wochen hatte die Mailänder Börse starke Kursverluste gemeldet.

09:41 Uhr: Mit Ankäufen von italienischen und spanischen Anleihen hat die EZB Händlern zufolge zu einer Beruhigung an den Kapitalmärkten beigetragen. Demnach konzentrierte sich die Europäische Zentralbank (EZB) am Montag auf Käufe von Papieren mit fünfjähriger Laufzeit. Die Renditen entsprechender italienischer Bonds fielen um 65 Basispunkte auf 4,85 Prozent. Spanischer Papiere rentierten mit 4,734 Prozent 69 Basispunkte tiefer.

09:35 Uhr:
Die Ratingagentur Moody's schließt eine Herabstufung der Kreditwürdigkeit der USA vor 2013 weiter nicht aus. Dieser Schritt sei möglich, wenn die USA nicht ausreichend sparten oder die Wirtschaft deutlich an Schwung verlöre, kündigte Moody's am Montag an und wiederholte damit eine frühere Warnung. Die Entscheidung von vergangener Woche, die Bestnote AAA für die USA beizubehalten, basiere auf der Annahme, dass bis 2013 weitere Schritte zur Senkung des Defizits folgten. Außerdem werde erwartet, dass sich die Wirtschaftserholung fortsetze.

09:20 Uhr: Nach dem Kurssturz in der Eröffnung vom Freitag ist die Wiener Börse zu Wochenbeginn erneut mit deutlichen Verlusten in die neue Handelswoche gestartet. Die Kursabschläge fielen aber nicht so deutlich aus wie am Freitag. Bis 9.10 Uhr verlor der ATX um 2,30 Prozent auf 2.214,18 Zähler. Der DAX in Frankfurt sank währenddessen nur leicht um 0,21 Prozent und notierte bei 6.222,91 Einheiten.

09:05 Uhr:
Europas Börsen starten tiefer - ATX sinkt um 2,7% - DAX um 0,9% tiefer


08:51 Uhr:
Nach den starken Kursverlusten von vergangener Woche beruhigt Wiener-Börse-Chef Heinrich Schaller: Es gebe eine "Tendenz nach unten", die Situation sei aber nicht vergleichbar mit 2008, weil sich damals die Krise plötzlich ereignet habe. Diesmal habe man mehr Zeit gehabt, sich vorzubreiten. Die Schuldenkrise sei aber noch nicht im Griff. Anlegern empfiehlt er "ruhig Blut zu bewahren" und nicht jetzt Aktien zu verkaufen, sagte er am Montag im Ö1-"Morgenjournal" des ORF-Radio. Die derzeitige Situation sei von Nervosität geprägt

08:46 Uhr:
Die 20 führenden Industrie- und Schwellenländer werden nach Angaben Südkoreas die Finanzmärkte unterstützen. Man werde dafür alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, hieß es am Montag in einer Erklärung der G-20-Staaten, die von Südkorea verbreitet wurde. Man bleibe in den kommenden Wochen in engem Kontakt und werde gegebenenfalls zusammenarbeiten. Demnach soll auch ein starkes Wirtschaftswachstum gefördert werden.

08:44 Uhr:
Mit schwacher Tendenz erwarten heimische Aktienhändler zu Wochenbeginn die Eröffnung an der Wiener Börse. Außerbörslich dürfte der ATX nach Händlerschätzungen rund 58 Punkte unter dem Schluss-Stand vom Freitag (2.266,35) liegen. Im weiteren Tagesverlauf sehen Marktteilnehmer den ATX in einer Bandbreite zwischen 2.175 und 2.266 Einheiten. Der APA-Konsensus, die ATX-Prognose wichtiger Banken, geht von einem ATX-Schluss bei 2.164 Punkten aus.

08:39 Uhr:  Nach der Abstufung der Kreditwürdigkeit der USA ist ein Ende der Talfahrt des Euro-Stoxx-50 am Montag zunächst nicht absehbar. Der Future auf den europäischen Leitindex lässt eine um 1,61 Prozent tiefere Eröffnung erwarten. Es deutet sich somit der elfte Verlusttag in Folge an. Allein in der vergangenen Woche hatte der Euro-Stoxx-50 insgesamt mehr als 11 Prozent an Wert verloren. Den britische FTSE-100 taxierte IG Markets um 2,08 Prozent tiefer.

08:31 Uhr:
Der US-Dollar hat sich am Montag trotz der Herabstufung der Kreditwürdigkeit der USA durch die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) zum Euro relativ stabil gehalten. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde im frühen Handel in Frankfurt mit 1,4326 US-Dollar gehandelt. Am Freitagabend war der Euro noch mit 1,4282 Dollar aus dem Handel gegangen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitag auf 1,4155 (Donnerstag: 1,4229) Dollar festgesetzt.

08:20 Uhr:
Der deutsche FDP-Fraktionschef und ehemalige Wirtschaftsminister Rainer Brüderle lehnt Hilfszahlungen für Italien ab. "Die italienische Wirtschaftsstruktur ist deutlich stabiler und wettbewerbsfähiger als etwa die griechische", sagte Brüderle der "Bild"-Zeitung vom Montag. Italien könne es aus eigener Kraft schaffen.

07:30 Uhr:
Die Ölpreise sind am Montag im asiatischen Handel belastet durch die anhaltende Talfahrt an den Aktienmärkten stark unter Druck geraten. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent zur September-Lieferung fiel im Vergleich zum Handelsschluss am Freitag  um 2,83 US-Dollar auf 106,54 Dollar (75,27 Euro). Ein Barrel der US-Sorte WTI (West Texas Intermediate) verbilligte sich um 3,15 Dollar auf 83,73 Dollar (59,15 Euro).

07:05 Uhr: Trotz aller internationalen Bemühungen um eine Beruhigung der Finanzmärkte hat sich die Talfahrt der Börsen auch zu Wochenbeginn in Fernost fortgesetzt. Die Furcht vor einer Rezession in den USA und eine Ausbreitung der europäischen Schuldenkrise steckt den Anlegern noch immer in den Knochen. Die Herabstufung der Kreditwürdigkeit der USA sorgte für zusätzliche Verunsicherung. Auch die Zusage der sieben führenden Industrieländer (G-7), alles nötige für eine Stabilisierung der Märkte zu tun, konnte die Abschläge nicht verhindern.*

07:01 Uhr: Die Börse in Tokio hat zu Beginn der neuen Handelswoche die Talfahrt der Aktienmärkte vom vergangenen Freitag in Folge der Herabstufung der US-Kreditwürdigkeit fortgesetzt. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte notierte zur Handelsmitte ein Minus von 121,85 Punkten oder 1,21 Prozent beim Zwischenstand von 9178,03 Punkten. Der breit gefasste Topix gab bis dahin um 13,29 Punkte oder 1,66 Prozent auf 787,67 Zähler nach.

06:47 Uhr: Nach Einschätzung des Wirtschaftsprofessors der Universität Bonn und Direktors des Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA), Klaus Zimmermann, drohen den USA weitere Herabstufungen durch Ratingagenturen. "Die Entscheidung der Ratingagentur Standard & Poor's, die Bonität der USA erstmals um eine Stufe auf "AA+" herabzusetzen, ist ein dramatischer Weckruf, dass die USA ihre seit Jahren verschleppten strukturellen Haushaltsprobleme endlich nachhaltig angehen müssen", schreibt Zimmermann in einem Gastbeitrag für "Handelsblatt Online". Der Haushaltskompromiss von vergangener Woche zeige, dass diese Lösung bestenfalls ein Zeitgewinn bis nach der Präsidentenwahl darstellt. "Insoweit erwarte ich weitere Abstufungen, auch von anderen Ratingagenturen."'

06:40 Uhr: Die Börse in Tokio hat zu Beginn der neuen Handelswoche die Talfahrt der Aktienmärkte vom vergangenen Freitag in Folge der Herabstufung der US-Kreditwürdigkeit fortgesetzt. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte notierte zur Handelsmitte ein Minus von 121,85 Punkten oder 1,21 Prozent beim Zwischenstand von 9178,03 Punkten. Der breit gefasste Topix gab bis dahin um 13,29 Punkte oder 1,66 Prozent auf 787,67 Zähler nach.

06:30 Uhr:  Der Euro hat im frühen Handel in Fernost am Montag zugelegt. Dabei profitierte er von Signalen der Europäischen Zentralbank (EZB), zur Eindämmung der Schuldenkrise italienische und spanische Staatsanleihen zu kaufen. Die EZB erklärte am Sonntagabend, dass sie im Kampf gegen das wachsende Misstrauen an den Finanzmärkten ihr Anleihekaufprogramm "aktiv umsetzen" werde.

06:20 Uhr: Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, hat die angekündigten Bemühungen der Europäischen Zentralbank und der sieben führenden Industriestaaten um Finanzstabilität begrüßt. Diese Zusammenarbeit werde dazu beitragen, das Vertrauen an den Finanzmärkten zu erhalten und das globale Wirtschaftswachstum anzukurbeln, erklärte Lagarde am Sonntagabend (Ortszeit) in Washington.