Monte Paschi: Geldhaus laut Italiens Notenbank nicht gefährdet

Profumo: "Haben noch keine genaue Daten über Derivate".

In den Skandal um hohe Handelsverluste bei der italienischen Bank Monte dei Paschi di Siena (MPS) hat sich nun auch der Chef von Italiens Notenbank Ignazio Visco eingeschaltet. Die Zentralbank habe eine Untersuchung in die Wege geleitet, nachdem Italiens traditionsreiches drittgrößtes Geldhaus eingeräumt hatte, durch Derivate- und andere Handelsgeschäfte Verluste von etwa 720 Mio. Euro angehäuft zu haben.

Die mit vielen Problemen kämpfende Bank sei jedoch "stabil" versicherte Visco nach Medienangaben vom Freitag. Er bestritt, dass die Notenbank ihre Aufsichtspflichten verletzt habe.

MPS-Präsident Alessandro Profumo erklärte, es sei noch nicht möglich, aktuelle Zahlen über die auf Derivatgeschäfte zurückzuführenden Verluste vorzulegen. Eine interne Untersuchung ist noch im Gange.

Die Bank hat insgesamt Staatshilfen über 3,9 Mrd. Euro beantragt, 500 Mio. Euro davon erst im November zur Abdeckung möglicher Verluste aus Handelsgeschäften. Noch ist kein Geld geflossen. An diesem Freitag sollen die Aktionäre dem Antrag auf Staatshilfe zustimmen.