Neuer RWE-Chef verzichtet auf AKW-Bau im Ausland

Der deutsche Energiekonzern RWE vollzieht unter seinem künftigen Chef Peter Terium eine Kehrtwende in seinem Atomkurs. RWE beende jegliche Überlegungen zum Bau neuer Meiler im Ausland, kündigte Terium an. "Wir werden nicht mehr in neue Kernkraftwerke investieren." Dies gelte nicht nur in Großbritannien, wo RWE seine milliardenschweren AKW-Pläne mit E.ON vor wenigen Wochen bereits zu den Akten gelegt hatte, sondern generell.

"Das finanzielle Risiko und die Rahmenbedingungen für Kernkraftwerke können wir uns nicht mehr leisten." In Deutschland werde der Versorger seine Meiler aber weiter betreiben. Die deutschen AKW sollen aber nach dem Atomausstieg bis Ende 2022 stillgelegt werden.

Dennoch ist RWE an einer Sammelklage von Energiekonzernen beteiligt, die von der deutschen Regierung bis zu 15 Mrd. Euro Schadenersatz für die Abschaltung ihrer Atomkraftwerke fordern. Allein die Forderungen von RWE und E.ON belaufen sich auf zehn Mrd. Euro, hieß es.

Lesen Sie auch