US-Börsen zur Eröffnung etwas schwächer erwartet

Nach der eingeleiteten Wende in der US-Geldpolitik und dem Kursanstieg am Vortag winkt der Wall Street am Donnerstag ein verhaltener Handelsauftakt. Der Future auf den Dow Jones Industrial verlor eine knappe halbe Stunde vor Börsenstart 0,35 Prozent.

Am Mittwoch hatte der Leitindex die Entscheidung der amerikanischen Notenbank Fed, ihre konjunkturstützenden Anleihekäufe zu drosseln, ebenso wie der breitere S&P-500-Index mit dem größten Tagesgewinn seit zwei Monaten honoriert. Beide Indizes hatten zudem auf Schlusskursbasis neue Rekordmarken gesetzt. Der Terminkontrakt für den technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100 sank zuletzt um 0,45 Prozent.

Wer nach dem Richtungswechsel der Fed eine negative Marktreaktion erwartet habe, dürfte überrascht worden sein, sagte Marktanalyst Craig Erlam vom Broker Alpari UK. Im September habe es massive Aktienverkäufe gegeben, da die Anleger mit einer ersten Drosselung der Stützkäufe ein Signal für früher steigende Zinsen befürchtet hätten. Doch der amtierende Notenbankchef Ben Bernanke habe bei der Erläuterung der Maßnahmen am Mittwoch nochmals die Koppelung der Zinsen an die Arbeitslosenquote betont und die Investoren damit beruhigt.

Für die Facebook-Titel ging es vorbörslich um knapp zweieinhalb Prozent bergab, nachdem der Unternehmensgründer Kasse gemacht hat. Mark Zuckerberg nutzt den Höhenflug der Aktie und verkauft anderthalb Jahre nach dem Börsengang des Online-Netzwerks sein bisher größtes Paket an Anteilsscheinen. Nach dem Schlusskurs vom Mittwoch würde er damit 2,3 Milliarden Dollar (1,7 Mrd Euro) einnehmen.

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