US-Börsen zur Eröffnung fester

Die US-Börsen sind am Dienstag mit moderaten Gewinnen in den Handel gestartet. Gegen 15.35 Uhr stieg der Dow Jones Industrial Index um 36,50 Einheiten oder 0,21 Prozent auf 17.091,92 Zähler. Der S&P-500 Index gewann 2,06 Punkte oder 0,10 Prozent auf 1.979,16 Zähler. Der Nasdaq Composite Index verlor hingegen leicht um 6,98 Punkte oder 0,16 Prozent auf 4.447,40 Einheiten.

Die Konjunkturdaten aus den USA zeigten kein klares Bild. Die Preise für importierte Güter stiegen im Juni gegenüber Mai überraschend um 0,4 Prozent. Volkswirte hatten mit einem Zuwachs um lediglich 0,1 Prozent gerechnet. Der Anstieg im Vormonat wurde von ursprünglich 0,1 auf 0,3 Prozent nach oben gesetzt. Im Jahresvergleich stiegen die Einfuhrpreise im Juni um 1,2 Prozent.

Die Einzelhändler in den USA haben im Juni weniger Umsatz erzielt als erwartet. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Erlöse in der Branche um 0,2 Prozent. Dies ist der schwächste Zuwachs sei Jänner. Ökonomen hatten einen dreimal so starken Anstieg von 0,6 Prozent erwartet. Allerdings wurde der Anstieg vom Mai von zunächst 0,3 auf 0,5 Prozent nach oben gesetzt. Ohne Autoverkäufe stiegen die Umsätze im Juni zum Vormonat um 0,4 Prozent. Analysten hatten hier einen etwas stärkeren Zuwachs von 0,5 Prozent erwartet. Der Mai-Wert wurde ebenfalls angehoben. Anstatt eines minimalen Wachstums von 0,1 Prozent ergibt sich nun ein Anstieg um 0,4 Prozent.

Hingegen hellte sich die Stimmung der Industrie im US-Bundesstaat New York im Juli deutlich auf. Der Empire-State-Index kletterte von 19,28 Punkten im Vormonat auf 25,60 Zähler und damit auf ein Vier-Jahres-Hoch.

Auch von der Unternehmensseite gab es positive Impulse. In der Bankenbranche wurden Quartalszahlen bekannt gegeben. Goldman Sachs erwirtschaftete Gewinn von rund 2,0 Milliarden Dollar und damit 5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Ein starkes Beratungsgeschäft unter anderem bei Börsengängen oder der Vermögensverwaltung glich im zweiten Quartal ein schwächer laufendes Handelsgeschäft mit Aktien und Anleihen mehr als aus. Die Aktie stieg um 1,48 Prozent 169,45Dollar auf.

Die größte US-Bank JPMorgan Chase hingegen verdiente im zweiten Quartal 6,0 Mrd. Dollar (4,4 Mrd. Euro) und damit 8 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Auch musste JPMorgan mehr Geld für Kreditausfälle zur Seite legen und Kosten für Rechtsstreitigkeiten verdauen. Die Titel steigen um 3,73 Prozent auf 58,27 Dollar nach.

In der Tabakbranche könnte es zum Megazusammenschluss zwischen Camel-Hersteller Reynolds und Lorillard und damit der Nummern zwei und drei im US-Markt kommen. Der Tabakhersteller Reynolds American will für die Übernahme des Konkurrenten Lorillard rund 27,4 Milliarden US-Dollar inklusive Schulden auf den Tisch legen. Um die Wettbewerbsbehörden milde zu stimmen, sollen in einem weiteren Schritt Marken und Produktionsanlagen für rund 7,1 Milliarden Dollar an den britischen Tabakkonzern Imperial Tobacco gehen. Gelingt der Zusammenschluss entstünde ein Gigant mit mehr als 13 Milliarden Dollar Jahresumsatz und einem Börsenwert von aktuell rund 56 Milliarden Dollar. Reynolds notierte bei 61,61 Dollar mit minus 2,47 Prozent auch Lorillard fiel um 6,00 Prozent auf 63,00 Dollar.

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