US-Wirtschaft schuf weit weniger Jobs als erwartet

Die US-Wirtschaft hat im September weit weniger Jobs geschaffen als erwartet. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft stieg um 148.000, wie das Arbeitsministerium am Dienstag mitteilte. Ökonomen hatten mit 180.000 gerechnet.

Wegen des Etatstreits in Washington hatte sich die Veröffentlichung der Zahlen um zwei Wochen verzögert. Die separat ermittelte Arbeitslosenquote sank hingegen leicht von zuvor 7,3 auf 7,2 Prozent. Die US-Notenbank Fed, die Vollbeschäftigung fördern soll, muss damit weiter auf eine durchgreifende Wende am Arbeitsmarkt warten. Erst danach will sie ihre ultralockere Geldpolitik schrittweise straffen.

Der Euro stieg nach den mit Spannung erwarteten Daten um mehr als einen halben US-Cent auf 1,3743 Dollar - das ist der höchste Stand seit Mitte 2011.

Die Fed pumpt derzeit jeden Monat 85 Mrd. Dollar (62,2 Mrd. Euro) in die Wirtschaft - über den Kauf von Immobilienpapieren und Staatsanleihen. Die Fed, die nächste Woche zu ihrer nächsten Zinssitzung zusammenkommt, dürfte nach Einschätzung von Experten erst nächstes Jahr mit dem Zurückfahren der Konjunkturhilfen beginnen - auch wegen der negativen Auswirkungen des Etatstreits.

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