Nach 2 Wochen

Quitters Day: Warum morgen alle ihre Neujahrsvorsätze verwerfen

Zu Jahresbeginn haben wir mit voller Motivation unsere guten Vorsätze gefasst. Doch laut Studien geht es ab morgen für viele schon wieder bergab. Aber warum passiert das eigentlich? Und vor allem: Was können wir tun, um dieses Mal wirklich dranzubleiben? 

Ob mehr Sport, mit dem Rauchen aufhören oder sich gesünder ernähren, die Liste der Neujahrsvorsätze ist jedes Jahr lang. Viele starten voller Elan ins neue Jahr, doch wie zahlreiche Studien belegen, ist der Enthusiasmus nach nur zwei Wochen oft schon wieder verflogen. Dieses Phänomen hat sogar einen eigenen Namen: Quitters Day. Er fällt jedes Jahr auf den zweiten Freitag im Jänner und ist statistisch gesehen der Tag, an dem die meisten Menschen ihre Neujahrsvorsätze endgültig ad acta legen.

Quitters Day: Warum brechen wir unsere Vorsätze so schnell?

Es dauert im Schnitt nur rund zwei Wochen, bis die anfängliche Motivation der Realität weicht und die meisten Menschen ihre guten Vorsätze über Bord werfen. Doch warum ist das so? Ganz einfach: Die meisten haben sich einfach zu viel vorgenommen.

Quitters Day: Warum morgen alle ihre Neujahrsvorsätze verwerfen
© Getty Images

Zu Beginn des Jahres stecken viele Menschen mit viel Enthusiasmus ihre Ziele ab, oft jedoch ohne eine konkrete Strategie oder die nötige Geduld. Die Motivation ist anfangs riesig, doch irgendwann lässt sie nach, vor allem wenn die Fortschritte ausbleiben oder die Herausforderungen des Alltags sich wieder bemerkbar machen.

Der Fehler: Zu hohe Erwartungen

Viele Menschen setzen sich für das neue Jahr unrealistische Ziele. Sie wollen von einem Tag auf den anderen ihr gesamtes Leben umkrempeln, eine völlig gesunde Ernährung, tägliche Workouts und das Aufhören mit allem, was sie als „schlecht“ empfinden. Doch diese radikalen Veränderungen sind nicht nur schwer umsetzbar, sie führen auch zu einem schnellen Frustrationsgefühl.

Quitters Day: Warum morgen alle ihre Neujahrsvorsätze verwerfen
© Getty Images

Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, kleine Schritte zu gehen und sich realistische Ziele zu setzen. Statt sich zu sagen: „Ich werde jetzt jeden Tag ins Fitnessstudio gehen“, könnte das Ziel zunächst lauten: „Ich gehe diese Woche zweimal ins Fitnessstudio und versuche, mich nach dem Training besser zu ernähren.“ Indem wir uns erreichbare Zwischenziele setzen, vermeiden wir den Druck, der uns schnell zum Aufgeben verleitet.

Wie man es besser macht: Schritt für Schritt zum Ziel

Klein anfangen

Anstatt sich riesige, schwer erreichbare Ziele zu setzen, sollte man lieber mit kleinen, regelmäßigen Veränderungen starten. Eine halbe Stunde Bewegung täglich ist realistischer als eine tägliche Stunde Sport im Fitnessstudio. So bleibt die Motivation erhalten.

Nicht zu hart mit sich selbst sein

Perfektionismus ist der größte Feind beim Erreichen von Zielen. Wenn wir bei der kleinsten Schwäche sofort aufgeben, kommen wir nie weiter. Es ist wichtig, sich selbst zu erlauben, Fehler zu machen und daraus zu lernen. Wer sich nicht ständig selbst kritisiert, sondern sich auf seine Fortschritte konzentriert, bleibt langfristig motivierter.

Zusammenhalten und sich gegenseitig motivieren

Ein weiterer erfolgreicher Trick ist, sich mit anderen zusammenzuschließen. Wenn man jemanden hat, der ähnliche Ziele verfolgt, kann man sich gegenseitig anfeuern, zur Rechenschaft ziehen und sich in schwierigen Momenten unterstützen. Es ist nicht nur motivierend, sondern macht auch mehr Spaß, gemeinsam auf das Ziel hinzuarbeiten.

Fehler im Artikel gefunden? Jetzt melden.
OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten