Ein rätselhafter Abgang sowie eine logistische Meisterleistung per Privatjet sorgten in der jüngsten Live-Ausgabe von „Let’s Dance“ für ebenso viel Aufsehen wie die dargebotenen Choreografien auf dem Parkett.
In der fünften Live-Ausgabe der Erfolgsshow „Let’s Dance“ am 10. April gestaltete sich das Geschehen abseits der Scheinwerfer mindestens so turbulent wie die tänzerischen Darbietungen selbst. Für allgemeines Erstaunen sorgte allen voran Profitänzer Massimo Sinató, der während der laufenden Sendung vollkommen überraschend das Studio verließ.
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Zu Beginn des Abends war die Welt auf dem Kölner Parkett noch in bester Ordnung: Gemeinsam mit der Schauspielerin Esther Schweins lieferte Sinató einen hochemotionalen Tango ab, der sowohl das Publikum als auch die Fachjury sichtlich rührte. Der Tanz war einer besonderen Dame gewidmet: Schweins’ Mutter Lieselotte, die soeben ihren 90. Geburtstag in einem Mannheimer Pflegeheim begangen hatte. „Heute tanz ich nur für sie“, betonte die sichtlich bewegte Schauspielerin im Anschluss an ihre Performance. Die Intensität des Augenblicks blieb nicht ohne Wirkung – selbst das für seine Strenge bekannte Jurymitglied Joachim Llambi konnte seine Tränen nicht verbergen.
Ein plötzliches Verschwinden und vage Erklärungen
Doch beim abschließenden Schnelldurchlauf der Paare war Sinatós Platz an der Seite seiner Partnerin plötzlich verwaist. Moderator Daniel Hartwich sah sich schließlich veranlasst, das Publikum über den Verbleib des Publikumslieblings aufzuklären: Sinató habe die Sendung aus „privaten Gründen“ vorzeitig verlassen müssen. Seitens des Senders RTL wurden keine weiteren Details zu den Hintergründen kommuniziert. Dennoch gibt es für die Fans der Show Grund zur Entwarnung: Ein dauerhafter Ausstieg steht offenbar nicht im Raum. Bereits in der kommenden Woche soll der Profi wieder gemeinsam mit Esther Schweins, die das Weiterkommen in die nächste Runde diesmal solo feiern musste, auf dem Parkett reüssieren.
Logistischer Kraftakt: Im Privatjet zum Charleston
Sinatós Abwesenheit blieb jedoch nicht das einzige Kuriosum des Abends. Während der Profitänzer erst gegen Ende der Show fehlte, war ein prominenter Kandidat fast die gesamte Sendung über absent: Gustav Schäfer. Der Schlagzeuger der Band „Tokio Hotel“ sah sich mit einer terminlichen Kollision konfrontiert, die eine logistische Glanzleistung erforderte.
Gustav Schäfer
Parallel zur Live-Show in Köln-Ossendorf stand Schäfer mit seiner Band bei den „Radio Regenbogen Awards“ in Rust auf der Bühne. Um den Auftritt um 20:40 Uhr wahrzunehmen und dennoch rechtzeitig für seinen Charleston in Köln zu sein, wurde kurzerhand ein Privatjet gechartert. Unmittelbar nach seinem musikalischen Einsatz eilte Schäfer zum Flughafen und landete punktgenau für seinen Auftritt im TV-Studio.
Der enorme Zeitdruck schien die tänzerische Präzision des Musikers keineswegs zu beeinträchtigen. Gemeinsam mit seiner Partnerin Anastasia begeisterte er die Jury und sicherte sich mit 27 Punkten souverän das Ticket für die nächste Runde. Während Schweins und Schäfer somit weiterhin im Rennen um den Titel bleiben, hieß es für einen anderen Fanliebling an diesem ereignisreichen Abend überraschend Abschied nehmen. Für Bianca Heinicke reichte es diesmal nicht.