Der Tod eines Elternteils hinterlässt Spuren – unabhängig vom eigenen Alter. Starköchin Sarah Wiener spricht offen über den Abschied von ihrer Mutter, über Demenz, Verlust und eine Trauer, die bleibt.
Bis zum letzten Abschnitt ihres Lebens wich Sarah Wiener ihrer Mutter nicht von der Seite – selbst in jenem schmerzhaften Stadium, in dem diese ihre Tochter nicht mehr erkannte. Gegenüber Bunte spricht die Köchin offen über Abschied, Demenz und eine Trauer, die unabhängig vom Alter ist.
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Im April nahm Sarah Wiener (63) Abschied von ihrer Mutter, der Künstlerin Lore Heuermann. Ein Verlust, der ihr Verständnis von familiären Bindungen nachhaltig verändert hat. „Als junger Mensch habe ich mich immer gewundert, wenn ältere Menschen ihre Eltern so sehr betrauert haben“, erzählt sie im Gespräch. „Heute weiß ich aber: Wurscht, wie alt man selbst ist oder die Eltern waren, die Trauer ist da.“
Wiener begleitete ihre Mutter bis zum Schluss. In den letzten Monaten war Lore Heuermann schwer dement und auf einen Rollstuhl angewiesen. Gespräche wurden zunehmend unmöglich. „Sie konnte kaum noch einen Satz sagen, weil sie nach zwei Worten vergaß, wie er anfing.“ Rund neun Monate vor ihrem Tod kam schließlich der Moment, der für die Köchin besonders schwer zu verkraften war: Ihre Mutter erkannte sie nicht mehr. „Das war natürlich ein ganz bitterer Moment für mich.“
Wiener: "Wir konnten nichts mehr teilen"
Von da an beschränkte sich der Kontakt auf Nähe, Gesten und Zuwendung. „Die Kommunikation war auf Lächeln und liebe Worte beschränkt. Wir konnten nichts mehr teilen oder uns gemeinsam erinnern.“
Wie sie heute mit dem Verlust umgeht, beschreibt Sarah Wiener ruhig und nüchtern: „Eine gewisse Trauer wird immer bleiben, ein Gefühl vom endgültigen Ende.“