TV-Show

Trotz Quotenkrise: RTL bringt die „Stefan Raab Show“ zurück

Der Entertainer konnte seit seinem TV-Comeback nicht überzeugen. Dennoch hält der Sender weiterhin an der Legende fest. 

Wochenlang war es still um eines der ambitioniertesten RTL-Projekte des vergangenen Jahres. Nun steht fest: Stefan Raab kehrt erneut zurück auf den Bildschirm. Der Kölner Sender bringt die „Stefan Raab Show“ ab 11. Februar wieder ins Programm – fix verankert am Mittwochabend um 20.15 Uhr. Direkt danach bleibt der gewohnte Übergang zu „Stern TV“ mit Steffen Hallaschka, das weiterhin um 21.30 Uhr startet.

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Der Wiedereinstieg erfolgt unmittelbar nach dem Ende des Dschungelcamps, das den Sendeplatz besetzt. Für RTL ist die Entscheidung mehr als eine bloße Terminfrage: Der Sender signalisiert damit klar, dass Stefan Raab trotz aller Diskussionen weiterhin als wichtiger Faktor im eigenen Programmschema gesehen wird.

Vom verheißungsvollen Projekt zum Quotenflop

Ursprünglich war die Erwartungshaltung hoch. Im Herbst übernahm die „Stefan Raab Show“ den Platz des nur kurzlebigen Comedy-Quiz-Formats „Du gewinnst hier nicht die Million“ und sollte frischen Schwung in den Wochenabend bringen. Der Start fiel noch ordentlich aus, doch der anfängliche Rückenwind ließ rasch nach.

 


 

Bereits nach wenigen Ausgaben gerieten die Einschaltquoten ins Rutschen. Über zwölf Sendungen hinweg blieb die Weekly im Durchschnitt unter acht Prozent Marktanteil in der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen. Kurz vor der Weihnachtspause markierte die Show mit etwa fünf Prozent ihren bisherigen Tiefpunkt – und rückte damit verstärkt in den Fokus der Kritik.

Vertrauen statt Abbruch

Trotz dieser Entwicklung verzichtet RTL auf einen radikalen Schnitt. Mit der Fortsetzung der Sendung setzt der Sender bewusst auf Kontinuität und hofft auf eine langfristige Stabilisierung. In einem Umfeld, in dem Formate oft schon nach wenigen Wochen wieder verschwinden, ist das ein deutliches Zeichen von Geduld.

Auch Raab Entertainment misst der Weekly weiterhin große Bedeutung bei. Geschäftsführer Daniel Rosemann hatte bereits im November unterstrichen, dass die „Stefan Raab Show“ eine zentrale Säule der Produktionsfirma sei – neben den etablierten Samstagabendshows.

Entwicklung als Langstreckenlauf

Rosemann machte zudem klar, dass sich eine neue wöchentliche Sendung nicht im Schnellverfahren etablieren lasse. Es brauche Ausdauer, permanente Weiterarbeit und die Bereitschaft, sich kritisch mit dem eigenen Produkt auseinanderzusetzen. Genau daran werde intensiv gearbeitet – auch von Stefan Raab selbst, der laut Rosemann sieben Tage die Woche an der Weiterentwicklung der Show beteiligt sei.

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