Er ist der Inbegriff des Actionhelden, doch privat kämpfte Harrison Ford mit dunklen Dämonen. In einem Podcast-Interview gibt der 83-Jährige nun schockierend ehrliche Einblicke in seine Jugend, die auch Fans in Österreich berühren. Er spricht offen über schwere Einsamkeit und Depressionen.
Harrison Ford erinnerte sich im Podcast "!Awards Chatter" des "Hollywood Reporter" an seine Zeit am Ripon College in Wisconsin zurück, die alles andere als glanzvoll war. Der Schauspieler lebte damals extrem zurückgezogen in seinem Einzelzimmer und verließ dieses nur selten. Die Depressionen hatten ihn so fest im Griff, dass selbst alltägliche Dinge zur Qual wurden.
Harrison Ford
Gefangen im eigenen Zimmer
"Ich stand aus meinem Bett auf, ging zum Telefon, bestellte eine Pizza und legte mich wieder hin, bis die Pizza kam", erzählte Ford über seinen damaligen Alltag. Die Verpackungen warf er einfach in die Ecke und schlief weiter. Den Unterricht besuchte er kaum. Er selbst bezeichnete seinen Zustand rückblickend als "sozial krank" und fühlte sich psychisch nicht in Ordnung.
Rettung durch das Theater
Einen Wendepunkt erlebte er erst, als er einen Theaterkurs belegte – eigentlich nur, um seinen Notendurchschnitt aufzubessern. Dort fand er zum ersten Mal eine Gemeinschaft. Über die Menschen dort sagte er: "Die Leute, die ich für Außenseiter gehalten hatte, gehörten zu den interessantesten Menschen, die ich kannte." Dieser Kurs gab ihm einen neuen Fokus und veränderte sein gesamtes Leben.
Rauswurf kurz vor Abschluss
Obwohl er durch die Schauspielerei neuen Halt fand, verlief sein Studium der Philosophie nicht reibungslos. Kurz vor dem Abschluss wurde Ford wegen Plagiats exmatrikuliert. Er gab zu, in seiner Abschlussarbeit nicht streng genug auf die Quellen geachtet zu haben. Trotz dieses Rückschlags folgte später die Weltkarriere, die ihn als "Han Solo" und "Indiana Jones" unsterblich machte.