Paradiese

Griechenlands geheime Inseln: Hier machen die Griechen selbst Urlaub

Santorin? Total überlaufen. Mykonos? Viel zu teuer! Wer das echte Griechenland-Feeling sucht, muss dahin, wo die Einheimischen selbst entspannen. Wir lüften das bestgehütete Reise-Geheimnis des Sommers und zeigen Ihnen die Traumspots abseits des Massentourismus.

Wenn die Sommerhitze über Athen brütet, packen die Einheimischen ihre Koffer aber gewiss nicht für die überfüllten und überteuerten Touristen-Hotspots. Die Griechen wissen genau, wo ihr Land am authentischsten, wildesten und entspanntesten ist. Athener flüchten im Sommer gerne spontan auf die nahegelegenen Inseln im Saronischen Golf oder die westlichen Kykladen, die man in 1 bis 2 Stunden mit der Fähre erreicht. Wir verraten Ihnen die ultimativen Geheimtipps: Auf diese Inseln und Halbinseln zieht es die Einheimischen im Sommer.

Ägina und Agistri

Nur eine kurze Fährfahrt (etwa 50 bis 70 Minuten) vom Athener Hafen Piräus entfernt, liegen Ägina und Agistri im Saronischen Golf. Ägina war von 1827 bis 1829 die erste vorübergehende Hauptstadt des neu gegründeten griechischen Staates. Heute bezaubert sie durch prachtvolle Villen und historische Stätten. Insider-Tipp: Ägina ist berühmt für seine Pistazien, unbedingt probieren.

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Wer Erholung am Meer sucht, nimmt die Schnellfähre zur winzigen Nachbarinsel Agistri. Smaragdgrüne Pinienwälder reichen hier bis an das kristallklare Wasser. Agistri ist besonders bei Paaren und Familien beliebt, da man die kleinen Distanzen wunderbar mit dem Fahrrad zurücklegen kann.

Hydra

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Ebenfalls im Saronischen Golf, etwa 90 Minuten von Athen entfernt, versteckt sich ein wahrer Schatz. Auf Hydra scheint die Zeit stehengeblieben zu sein, denn die gesamte Insel steht unter Denkmalschutz und Autos oder Motorräder sind strengstens verboten. Alles wird hier zu Fuß, per Esel oder mit dem Wassertaxi transportiert. Hydra zog schon in den 1960er-Jahren die internationale Bohème an, von Mick Jagger bis hin zu Leonard Cohen, der hier lebte und liebte.

Tinos und Andros

Statt auf Mykonos steuern griechische Individualisten lieber die direkte, aber weitaus ursprünglichere Nachbarschaft an. Tinos, einst fast ausschließlich als der wichtigste Marien-Wallfahrtsort Griechenlands  bekannt, hat sich in den letzten Jahren zum absoluten Trend-Ziel für Feinschmecker und Kulturliebhaber gemausert. Die Insel besticht durch eine karge, faszinierende Landschaft, durchzogen von wunderschönen Bergdörfern. 

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Die nördlichste und grünste Insel der Kykladen Andros besitzt keinen eigenen Flughafen und ist daher angenehm unaufgeregt. Ab dem Festland-Hafen Rafina (östlich von Athen) ist sie in gut zwei Stunden erreichbar. Andros überrascht mit sprudelnden Quellen, reicher Natur und einem exzellenten Wanderwegenetz. 

Limnos und Lesbos

Wer den weiten Weg in die Nordägäis auf sich nimmt, findet das Griechenland aus dem Bilderbuch. Limnos punktet mit einem echten Naturwunder: den „Ammothines“, einer beeindruckenden Sandwüste im Norden der Insel. Einst vulkanisch geprägt, bietet die bis heute vom Massentourismus verschonte Insel traumhafte, leere Strände (wie Keros Beach, ein Mekka für Surfer) und exzellente Weine. 

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Lesbos ist nicht nur die Heimat des weltbesten Ouzo (aus Plomari), sondern lockt auch mit heißen Thermalquellen, dem 20 Millionen Jahre alten Versteinerten Wald und pittoresken, byzantinisch anmutenden Bergdörfern wie Agiassos.

Amorgos und Astypalea

Die östlichste Kykladeninsel Amorgos versprüht eine fast mystische Kraft. Spätestens seit Luc Bessons Kultfilm „Im Rausch der Tiefe“ (The Big Blue) ist das tiefblaue, leuchtende Wasser der Insel berühmt. Spektakulärstes Fotomotiv ist das Felsenkloster Panagia Chozoviotissa, das wie ein weißes Schwalbennest schwindelerregend an die Steilklippe gebaut wurde.

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Aufgrund ihrer markanten Form wird Astypalea auch der „Schmetterling der Ägäis“ genannt. Obwohl sie geografisch zum Dodekanes gehört, sieht die majestätische Inselhauptstadt (Chora) mit der alten Burg aus wie aus einem Bilderbuch. Was Astypalea so spannend macht? Seit 2020 wird die Insel im Rahmen eines innovativen Pionierprojekts komplett auf nachhaltige Energie und Elektromobilität umgestellt.

Pilion

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Zum Abschluss ein absoluter Geheimtipp auf dem griechischen Festland (Region Thessalien): Die bergige Halbinsel Pilion, in der griechischen Mythologie als Heimat der mythischen Zentauren (halb Mensch, halb Pferd) bekannt. Hier fallen saftig grüne Bergwälder, Apfelbäume und uralte Platanen direkt in das kristallklare Wasser der Ägäis ab. Im Sommer badet man an Traumstränden wie Papa Nero oder im kleinen Fischerort Damouchari (wo sogar der Hollywood-Hit „Mamma Mia!“ gedreht wurde). Am Abend zieht man sich in Bergdörfer wie Tsagarada zurück und genießt die kühle, frische Brise. Die perfekte Kombination aus Berg und Meer.

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