Johnny DEPP

Australien

Johnny Depps Hunden droht die Einschläferung

Die beiden Yorkshireterrier werden nicht ordnungsgemäß gehalten.

Hollywoodstar Johnny Depp hat sich wegen seiner beiden nicht ordnungsgemäß eingeführten Yorkshireterrier Ärger mit den australischen Behörden eingehandelt. "Es ist an der Zeit, dass sich Pistol and Boo verziehen und in die USA zurückkehren", sagte Landwirtschaftsminister Barnaby Joyce am Donnerstag. Der Schauspieler müsse die Hunde bis zum Wochenende zurückschicken, oder sie werden eingeschläfert.

Depp dreht derzeit an der sogenannten Gold Coast im Osten Australiens den fünften Teil der Piratensaga "Fluch der Karibik". Für die Einfuhr von Tieren gelten in Australien strenge Regeln. Katzen und Hunde, die aus den USA in das Land gebracht werden, müssen mindestens zehn Tage in Quarantäne verbringen, um die Einschleppung von Krankheiten zu verhindern.

Depp ignorierte diese Vorschriften offenbar, als er im April mit seinem Privatjet in Brisbane landete, ohne die Hunde beim Zoll zu melden. Auch der australische Einwanderungsminister Peter Dutton schaltete sich in die Debatte ein. Es handle sich um einen schwerwiegenden Verstoß, Depp drohe eine hohe Geldstrafe, sagte er. "Nur weil er Johnny Depp ist, heißt das nicht, dass er vom australischen Recht ausgenommen ist", betonte Landwirtschaftsminister Joyce.

Die rigorose Haltung der Behörden rief im Internet Protest hervor. Eine Onlinepetition wurde binnen wenigen Stunden von etwa 3.500 Unterstützern unterzeichnet. "Hab Erbarmen, Barnaby, töte diese süßen Welpen nicht", hieß es in dem Aufruf. Auch im Kurzbotschaftendienst Twitter sorgte der Fall unter dem Stichwort "WarOnTerrier" für hitzige Debatten.